Historisches

2022
  • Im Mai erfolgt die Einweihung der neuen Kredenbacher Schule mit dem traditionellen
  • Gartenfest der Kredenbacher Feuerwehr
  • Im Juni erfolgt die Einweihung des Feuerwehrhausanbaus in Esselbach mit neuer Außenanlage
  • Die Freiwillige Feuerwehr Esselbach erhält ein neues HLF 10 und von Bosch Rexroth ein weiteres Feuerwehrfahrzeug
  • Mit einem großen Fest erfolgt im Juli die Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses in Esselbach mit dem neuen Dorfplatz und dem neuen Kriegerdenkmal. Zur Einweihung spielt der Spielmannzug Esselbach zusammen mit den Binsfelder Musikanten den Großen Zapfenstreich
  • Der Bauhof pflastert in Kredenbach in der Dorfstraße Teile des Gehsteiges neu
  • In der Kredenbacher Schule wird ein Schaufenster eröffnet mit der alten Kredenbacher Feuerwehrspritze
  • Gegenüber der Schule in Kredenbach wird ein kleiner Platz angelegt mit einem Fußweg zur Freizeitanlage Weed
  • Die Dachständer in Steinmark werden abgebaut
  • Die letzte Erdverkabelung in der Gemeinde erfolgt – vom Trieb in Esselbach zur BMX Bahn
  • Der Ratssaal im Rathaus in Esselbach wird saniert
  • Am Reusenberg kann mit Unterstützung von Sponsoren ein Bolzplatz angelegt werden
  • In der Spessarthalle wird die RLT Anlage komplett ausgebaut und eine neue Anlage eingebaut, die effizienter und sparsamer im Verbrauch von Hackschnitzel ist
  • Mit Unterstützung der Gemeinde wird die Pfarrscheune saniert
  • In Esselbach kann auf der neuen BMX Anlage die Deutsche Meisterschaft ausgetragen werden
  • Steinmark ist Gastgeber des Feldgeschworenentages, der nach Corona Pause endlich wieder stattfinden kann
2021
  •  Die neue Außenanlage des Feuerwehrhauses in Esselbach wird in Eigenleistung der Feuerwehr und des Bauhofes erstellt
  • Die Kredenbacher Schule wird komplett entkernt und generalsaniert
  • Der Bauhof erneuert die Treppenanlage im Friedhof in Esselbach
  • Das Dorfgemeinschaftshaus wird errichtet, der Altbau entkernt und neu aufgebaut und mit der Außenanlage mit dem neuen Dorfplatz wird begonnen
  • Der Jugendraum Esselbach wird außen saniert
  • Der Steinmarker Sportverein saniert mit Unterstützung der Gemeinde die Salzberghalle in Eigenleistung – sie erhält ein neues Dach und neue Theken
  • Der Esselbacher Sportverein baut mit Unterstützung der Gemeinde neue Duschen- und Umkleiden am Sportplatz in Esselbach
  • Die Dachständer in Kredenbach werden abgebaut
  • Das Rathaus in Steinmark wird als Trauraum gewidmet
  • Gertrud Nöth stellt Ihr Buch „Die Ritter von Espelbach“ vor – dies ist die erste Veranstaltung im fast fertigen Dorfgemeinschaftshaus
2020
  • Im Januar beginnt der Bau des Anbaus des Dorfgemeinschaftshauses in Esselbach
  • In der Kommunalwahl wird Bürgermeister Richard Roos im Amt bestätigt, der Gemeinderat tritt erstmals auf einer Einheitsliste zur Wahl an und Sabine Sitter wird zur Landrätin des Landkreises Main-Spessart gewählt
  • An der Tankstelle in Esselbach und am Cafe Stieber im Bärnroth gehen die ersten E-Ladesäulen für E Autos in der Gemeinde in Betrieb
  • Die Erweiterung der Erdaushub- und Bauschuttdeponie wird eröffnet
  • In Steinmark wird das Kriegerdenkmal neu angelegt und die Gedenksteine saniert
  • Am Rathaus in Esselbach werden die Eichenfenster generalüberholt und abgedichtet
  • Es fällt der Startschuss für ein gemeinsames Gemeindearchiv aller Ortsteile im Rathaus in Steinmark
  • Die Spessarthalle in Esselbach erhält neue Fenster und eine Entrauchungsanlage
  • Die Fassade des Bauhofes wird abgedichtet und erhält einen neuen Anstrich
  • Im Industriegebiet Bärnroth eröffnet das Cafe Stieber, die Behl Mobile GmbH, die S + W Innovital GmbH und Benjamin Grimm Baggerarbeiten und Holzhandel
  • Der Automobilzulieferer Waldaschaff Automotive GmbH produziert im Industriegebiet Bärnroth in 8 Hallen u.a. Fahrzeugteile für den E Porsche und den E BMW
  • Der Feuerwehrhausanbau in Esselbach wird fertig gestellt
2019
  • Der Umbau des Gemeindewaldes von einem Fichtenwald (bisher 26 Prozent der Waldfläche) in einen Laub- Mischwald wird mit großen Flächen begonnen.
  • Die Erschließung des Neubaugebietes Schülersgut kann mit der Bepflanzung durch Bäume abgeschlossen werden
  • Steinmark erhält im generalsanierten Rathaus einen Jugendraum
  • An der Espenstraße wird ein Buswartehäuschen errichtet
  • In Esselbach und Steinmark werden E Bike Ladestationen zur Verfügung gestellt
  • Der Feuerwehrhausanbau am Feuerwehrhaus in Esselbach wird errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr führt den gesamten Innenausbau in Eigenleistung durch. Die Gemeinde beschafft das Material.
  • Die Kerzenbrunnenstraße wird neu gebaut
  • Die Eröffnung der A 3 wird zusammen mit Bundesverkehrsminister Scheuer in Esselbach in der Spessarthalle gefeiert
  • Der KFZ Betrieb Götz eröffnet im Bärnroth
  • Der Bauhof erhält einen neuen Unimog
2018
  • Die Einwohnerzahl der Gemeinde überspringt erstmals die Zahl 2.100
  • Nach einem Jahrhundert Sommer kommt es aufgrund der Trockenheit zu einem starken Borkenkäferbefall der Fichten im Gemeindewald
  • 12 km Waldwege werden saniert und neugestaltet. Zusätzlich wird ein Waldweg in der Nähe des Schleiftores neu gebaut
  • Der Feldweg am Sportplatz in Steinmark wird asphaltiert
  • Die Gemeinde beginnt den Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED Technik
  • Die Spessarthalle in Esselbach erhält eine neue Notstromversorgungsanlage und die gesamte Beleuchtung der Halle wird erneuert
  • In Esselbach werden alle Oberleitungen und Masten auf den Gebäuden abgebaut
  • In Kredenbach beginnt die Erdverkabelung und die Spessartstraße und Dorfstraße erhalten eine neue Beleuchtung
  • Die Weiler im Wachengrund werden mit Glasfaser versorgt und erhalten damit schnelles Internet
  • Das große Neubaugebiet Schülersgut in Esselbach mit 39 Bauplätzen wird erschlossen.
  • Im März geht ein Handymast der Deutschen Telekom in Betrieb und versorgt damit den Altort von Esselbach. Nach intensiven Diskussionen konnte ein Standort 800 Meter entfernt von der Wohnbebauung gefunden werden, der geeignet war. Die Gemeinde erwarb die entsprechende Wiese und verpachtete die Fläche an die Deutsche Telekom
  • Am 8. Juli feiert die Gemeinde die Eröffnung der Freizeitanlage Weed mit Kneippbecken, Wasserspielplatz, Mehrgenerationengeräten, Pump Track Anlage und neuen Spielgeräten wie Bodentrampolin oder Riesenkletterpyramide und Basketballkorb
  • Auf der Gemarkung Esselbach erfolgt der 6-streifige Ausbau der A 3
  • Im Industriegebiet Bärnroth wird die Stichstraße errichtet zur Erschließung weiterer Grundstücke
  • Der Bauhof entkernt in Eigenleistung das alte Freund Anwesen und organisiert den Abriss des Wohnhauses und der alten Scheune
  • Die vom Rad- und Sportverein in Eigenleistung errichtete neue BMX Anlage kann in Betrieb gehen
  • Die Gemeinde fasst den Überlauf des Dorfbrunnens in Steinmark und speist damit die Zisterne des Sportvereines zur Bewässerung des Sportplatzes mit Quellwasser
2017
  • Die Räume der Mittagsbetreuung im Rathaus in Esselbach werden saniert und neu ausgestattet
  • Das Feuerwehrhaus in Esselbach erhält eine Küche
  • Die Masten der Hochspannungsleitung vom Trieb in Esselbach bis nach Steinmark werden abgebaut
  • Entlang der Staatsstraße errichtet der Bauhof in Eigenleistung eine Friedhofsmauer am erweiterten Friedhof in Esselbach
  • Der Landkreis führt die Sanierung der Kreisstraße von der ST2312 bis zur Einfahrt Steinmark durch mit Entfernung des Kopfsteinpflasters
  • Die neue Kerzenbrunnenstraße kann in Betrieb genommen werden
  • Im Juni wird der Waldfriedhof Trauberg der Gemeinde Esselbach in Zusammenarbeit mit dem Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Freudenberg eingeweiht und in Betrieb genommen
  • Am 29. Oktober findet die Einweihung des neuen Kindergartens mit KITA und Außenanlage statt
  • Im November findet die Einweihung der neuen Grundschule Bischbrunn in Oberndorf statt
  • Die Generalsanierung des Rathauses in Steinmark kann beginnen
  • Der Umbau und die Erweiterung der Freizeitanlage „Weed“ wird in Angriff genommen
  • Die Auslieferung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges feiert die Feuerwehr Esselbach
  • Die Freiwillige Feuerwehr Steinmark erhält einen Schlauchwagen
  • Es erfolgt der Startschuss zum Aufbau einer Man-Trailer-Hundestaffel bei der Feuerwehr Steinmark
  • Das Anwesen Dorfstraße 7 konnte von der Gemeinde erworben und abgerissen werden, um eine unansehnliche Ecke Kredenbachs neu zu gestalten
  • Es wird eine Bürgerbefragung zu einem Nationalpark im Spessart durchgeführt. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich gegen einen Nationalpark aus
  • Die Gemeinde feiert das Jubiläum 400 Jahre Pfarrhaus in Esselbach
2016
  • Werner Bachmann wird nach langer und erfolgreicher Tätigkeit für die Gemeinde Esselbach, zuletzt als Leiter des Bauhofes, in den Ruhestand verabschiedet – Nachfolger ist Herbert Eitel
  • Die Verwaltungsräume im Rathaus in Esselbach werden saniert und neu eingerichtet
  • Die Gehsteige in Esselbach werden infolge der Erdverkabelung saniert und neu gepflastert, auch der Vorplatz am Rathaus und die Bushaltestelle Am Trieb werden neu gestaltet
  • Tod des ehemaligen Pfarrers und Ehrenbürgers der Gemeinde, Otto Aschenbrenner
  • Die Grundschule in Oberndorf wird generalsaniert. Für alle Grundschulkinder der Gemeinden Bischbrunn und Esselbach und den Grafschaftsstadtteilen der Stadt Marktheidenfeld, steht anschließend auch ein Betreuungsplatz in der offenen Ganztagesschule zur Verfügung
  • Es erfolgt eine Teilstillegung und gleichzeitig die Erweiterung der gemeindlichen Bauaushub- und Bauschuttdeponie
  • Errichtung einer Solaranlage durch die Energiegemeinschaft Grunddörfer und die Firma Main-Spessart-Solar auf der stillgelegten Deponiefläche Beitrag über den Solarpark
  • Der katholische Kindergarten in Esselbach wird von der Gemeinde mittels Treuhandvertrag generalsaniert und um eine KITA mit zwei Kleinkindgruppen erweitert. Die Außenanlage wird komplett neu errichtet.
  • Die Kerzenbrunnenstraße erhält einen neuen Kanal und wird generalsaniert
  • Beginn der Bauarbeiten des Automobilzulieferers Waldaschaff Automotive GmbH im Industriegebiet Bärnroth (komplette Teilfläche der Firma Westarp).
  • Auch die Hochspannungsleitungen in der Flur werden in Esselbach und Steinmark erdverkabelt
  • Das Industriegebiet Bärnroth erhält für alle Firmen Glasfaseranschluss
  • Der Friedhof in Esselbach wird mit neuer Außenanlage, Parkplätzen und professioneller Lautsprecheranlage neu gestaltet
2015
  • Einweihung des Platzes „Spessartblick“ an der Ecke Spessartstraße/Eichholzstraße in Kredenbach. Der Platz war unter Mitwirkung einer Bürger-Arbeitsgruppe gestaltet worden.
  • Neueröffnung der Gaststätte „Karlshöhe“ mit dem Pächter-Ehepaar Walter und Hannelore Haas – die Gaststätte schließt leider in Coronazeit 2021 für immer
  • Feier „400 Jahre Poststation“ im Rahmen des Seefestes der Gemeinde – zur Erinnerung wird eine Wetterfahne auf das Rathaus gestellt
  • Die Autobahnbrücke zwischen Esselbach und Michelrieth wird neu errichtet mit Verlegung der Kreisstraße und Bau einer Abbiegespur in das Esselbacher Industriegebiet Bärnroth
  • Die Staatsstraße Richtung Marktheidenfeld und Richtung Rohrbrunn wird generalsaniert und entlang des Gemeindegebietes wird lärmdämmender Asphalt aufgebracht
  • In alle Bereiche der Gemeinde wird vom Verteiler der Telekom Glasfaserkabel verlegt und im November wird das High Speed Internet in Esselbach, Kredenbach und Steinmark freigeschaltet
  • In Esselbach wird die 20 kv Leitung in den Gehsteig verlegt, auch die Stromversorgung der Gebäude erfolgt nun mittels Erdverkabelung – die Dachständer werden nach und nach abgebaut
  • Das Industriegebiet Bärnroth wird nach und nach erschlossen
  • In Kredenbach wird für die Schüler, die nach Marktheidenfeld fahren ein Buswartehäuschen errichtet
  • Die Innensanierung des Jugendraumes in Esselbach erfolgt durch die Gemeinde
  • Der Bauhof erhält einen eigenen Bagger, um nun u.a. die Wasserrohrbrüche selbst beheben zu können
  • Am Friedhof in Esselbach kann das renovierte Friedhofskreuz eingeweiht werden
  • Die Gemeinde erwirbt von einem Privatmann den Altar am Trieb, der auch als Fronleichnamsaltar dient und saniert ihn
  • Gerhard Polt ist zu einem Kabarettabend zu Gast in der ausverkauften Spessarthalle
2014
  • Die Freiwillige Feuerwehr Steinmark erhält ein Transportfahrzeug, es wird nach der Generalsanierung des Feuerwehrhauses in Steinmark ein Schlauchtrockenschrank beschafft
  • Die Freiwillige Feuerwehr Esselbach und der Spielmannszug Esselbach führen eine Innensanierung des Feuerwehrhauses in Esselbach durch. Die Gemeinde übernimmt die Materialkosten
  • Unter sehr großer Beteiligung der privaten Waldbesitzer, kann der Abschluss des Freiwilligen Waldtauschs in Steinmark gefeiert werden
  • In Kredenbach wird der Spielplatz komplett neu gestaltet und Spielgeräte gekauft – vor allem für Kinder von 2 bis 9 Jahren entsteht hier ein idealer Spielplatz
  • In Kredenbach wird zur Maibaum- und Weihnachtsbaumaufstellung ein kleiner Dorfplatz angelegt mit den entsprechenden Anschlüssen
 2013
  • Start der überkonfessionellen Nachbarschaftshilfe-Aktion „Eine Stunde Zeit für Dich“ im Gebiet der Pfarreiengemeinschaft
  • Zum 30. April tritt Bürgermeister Klaus Hofmann aus gesundheitlichen Gründen zurück. Hofmann hatte zuvor zwei Affären ausgelöst, die straf- und disziplinarrechtliche Verfahren gegen ihn nach sich zogen. Dabei ging es um manipulierte Einwohnerzahlen für einen höheren Dienstwagenrabatt und um das Umfüllen gemeindlichen Heizöls in seinen privaten Tank ohne Verbuchung. Die Amtsgeschäfte führt ab dem 1. Mai 2. Bürgermeister Siegfried Kuntscher.
  • Der 42jährige Richard Roos (CSU/Bürgerblock, unterstützt von der Bürgerliste) erringt als Newcomer, der bisher nicht im Gemeinderat war, einen Erdrutschsieg und wird unter dem Motto „Zeit für einen Neuanfang“ am 21. Juli mit einer Zweidrittelmehrheit zum 1. Bürgermeister der Gemeinde Esselbach gewählt. Seine Konkurrenten sind Alfred Martin (Freie Wähler) und Michael Väth (Bürgergemeinschaft)
  • Außensanierung Feuerwehrhaus Steinmark
  • Die aktiven Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Kredenbach bilden eine gemeinsame Wehr mit den Esselbachern. Der Feuerwehrverein Kredenbach bleibt bestehen.
  • Verkauf einer Teilfläche des Industriegebiets Bärnroth von rund 10 Hektar an die Firma Westarp aus Aschaffenburg, die die Fläche für Interessenten passgenau entwickeln möchte.
  • Franz Ruck erhält den Ehrentitel „Altbürgermeister“. Die Ehrenbezeichnung kann nur an Personen vergeben werden, die mindestens zwei volle Amtsperioden 1. Bürgermeister der Gemeinde waren und das 65. Lebensjahr vollendet haben.
2012
  • Die Wassergruppe Marktheidenfeld feiert ihr 100-jähriges Bestehen mit der Übergabe der sanierten Anlagen und einem „Tag der Offenen Tür“ im Weihersgrund und anschließendem Festakt in der Spessarthalle in Esselbach
2011
  • Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg spricht auf einem Empfang des CSU-Kreisverbands in der Spessarthalle
  • Einweihung der Freizeitanlage „Die Weed“
  • Generalsanierung der Turnhalle und Errichtung einer Holzhackschnitzelheizung für Turnhalle, Spessarthalle, Bauhof und Feuerwehrhaus. Im Rahmen einer punktuellen Dorferneuerung wird der Außenbereich um die Spessarthalle neu gestaltet
  • Restaurierung der Heimkehrergrotte (Heiligenhäuschen) am Trieb
2010
  •  Errichtung eines von außen zugänglichen behindertengerechten öffentlichen WCs in der Esselbacher Schule
2009
  • Gründung der katholischen Pfarreiengemeinschaft „Heilig Geist im Spessartgrund“. Diese umfasst die Esselbacher Pfarrei St. Margaretha, die Oberndorfer Filiale „Herz Mariä“ und die Bischbrunner Kuratie „Allerheiligste Dreifaltigkeit“
  • Einweihung des Stetteldorfer Platzes an der Hauptstraße in Esselbach
  • Ein Heiligenhäuschen am Flurbereinigungsdenkmal in Esselbach wird renoviert, zwei weitere, am Esselbacher Trieb und oberhalb der Spessarthalle, werden neu errichtet.
  • Großübung von Feuerwehr und Hilfsorganisationen an der Spessarthalle
2008
  • 1. Bürgermeister Klaus Hofmann (Freie Wähler) wird für eine zweite Amtsperiode bestätigt. Gegenkandidaten sind erneut Kurt Hefter (Bürgerliste) und Michael Väth (Bürgergemeinschaft)
  • Klaus Hofmann wird als erster Esselbacher Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld
  • Erschließung des zweiten und dritten Abschnitts des Baugebiets „Holzwiesen III“ in Kredenbach
  • Im Rahmen der Neuordnung des Wanderwegenetzes im gesamten Spessart übernimmt eine Gruppe Esselbacher Bürger die Festlegung und Beschilderung der Wanderwege und übernimmt die Pflege der Beschilderung für die ersten Jahre.
2007
  • Alexander Eckert wird katholischer Pfarrer in Esselbach
  • Eröffnung des Kulturweges „Poststraße und Milchstraße“
  • Wiederaufnahme der Wallfahrt von Esselbach nach Hessenthal, die im Jahr 1784 im Zuge der Aufklärung verboten worden war.
2006
  • In der niederösterreichischen Partnergemeinde Stetteldorf wird die „Esselbacher Straße“ benannt.
2005
  • Renovierung von Kirchturm und Kirchendach in Esselbach
  • Einweihung der erweiterten und renovierten Freizeitanlage „Weed“ und des freigelegten Kirchbrunnens
  • Umbau des Pfarrheims in Esselbach
2004
  • Erschließung des ersten Abschnitts des Baugebiets „Holzwiesen III“ in Kredenbach
2003
  • 65. Geburtstag, Ehrenbürgerwürde und Verabschiedung von Pfarrer Otto Aschenbrenner
  • Tod des Altbürgermeisters Willi Hofmann aus Kredenbach.
  • Dr. Petro Müller wird zunächst Pfarradministrator, dann ab 2004 Pfarrer von Esselbach. Er bleibt bis 2006.
  • Das alte Schulhaus in Steinmark erhält einen neuen Anstrich.
2002
  • Wahl des neuen 1. Bürgermeisters Klaus Hofmann. Gleichzeitig ist mit Kreisrat Klaus Hofmann erstmals seit Gründung des Landkreises Main-Spessart ein Esselbacher im Kreistag vertreten
  • Im Rahmen des 100jährigen Bestehens des Gesangvereins Frohsinn erhält dieser die Zelterplakette
  • Einweihung der 2. Marktheidenfelder Mainbrücke
  • Errichtung des Maschinenhauses im Wachengrund durch die Wassergruppe
  • Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses durch die Energiegemeinschaft Grunddörfer
2001
  • Übergabe und Eröffnung der Lindenstraße in Steinmark
  • 25 Jahre Otto Aschenbrenner Pfarrer in Esselbach
  • Herr Anton Völker aus Esselbach erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
  • Die Spessarthalle wird mit Stühlen und Tischen ausgestattet
2000
  • Der Rundfunksender „Bayern 1“ überträgt das Ratespiel die „Hausmeisterschaft“ live aus Esselbach. Das Esselbacher Rateteam belegt den 5. Platz
  • Europameisterschaftslauf an der BMX-Bahn am Trieb
  • Die Freiwillige Feuerwehr Esselbach bekommt eine neue Motorspritze TSF 8
  • Die Freiwillige Feuerwehr Kredenbach erhält erstmals in ihrer 124jährigen Geschichte eine Motorspritze
  • Herr Josef Grün aus Esselbach erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande
  • Einweihung des neugestalteten Kirchplatzes mit Brunnen und Mutter-Gottes-Statue
  • Altbürgermeister Willi Hofmann aus Kredenbach erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande
  • Esselbach ist im Internet unter www.esselbach-online.de vertreten
  • Manfred Kern aus Steinmark gibt eine Chronik der Landgemeinde Steinmark heraus
  • Fertigstellung des Wiesenbrunnens zwischen Kieseckersmühle und Schleifthor durch die Wassergruppe
 1999
  • Einweihung des Pausenhofes und der Freizeitanlage unterhalb von Kirche und Rathaus. Erstes Seefest an der neuen Freizeitanlage
  • Der Bayerische Rundfunk sendet mit ca. 500 Gästen live die Sendung „Bayern 1 Unterwegs“ aus der Spessarthalle in Esselbach.
1998
  • Abstimmung über einen Bürgerantrag und einen Ratsantrag zu einer Gewerbegebietsausweisung. Beide Anträge werden von den Bürgern abgelehnt.
  • Baugebiet „Michelriether Straße“ wird erschlossen und bebaut.
  • Josef Engelhardt aus Esselbach erhält die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland Beginn der Bauarbeiten an der Lindenstraße. Abwasserkanalleitung, Wasserleitung und Straßenbeleuchtung werden in der Lindenstraße erneuert; neue Straße gebaut mit Gehweg.
  • Renovierung der Fahne des früheren Kriegervereins Kredenbach durch die Freiwillige Feuerwehr Kredenbach, die die Patenschaft übernimmt.
  • Tod des Altbürgermeister Erwin Fertig aus Steinmark.
1997
  • Gemeinde kauft 137 ha Wald vom Fürsten zu Löwenstein. Anlässlich des Waldkaufs richtet die Gemeinde ein Fest aus.
  • Weitere Außenrenovierung der Kirche
  • Frau Magdalena Blum aus Esselbach erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande.
1996
  • Deutsche Meisterschaft im BMX-Rennen, ausgerichtet vom RSV Esselbach
  • Einweihung des gemeindlichen Bauhofes
  • Eröffnung des Wertstoffhofs am Trieb
  • Gründung einer Sozialstation für Kurzzeitpflege und Betreutes Wohnen in Kredenbach im früheren Hotel „Spessartblick“. Vorher war dort 5 Jahre lang ein Ableger der Michelriether Naturklinik.
  • Erweiterung der „Christusschule“ zur Hauptschule.
1995
  • Renovierung des Bildstockes „Am Trieb“ vor dem Baumgartshof von 1485. Es ist der zweitälteste Bildstock im Altlandkreis Marktheidenfeld.
  • Hochwasser am Welzengraben/Hauptstraße; große Schäden an allen Bachläufen.
  • Generalüberholte Orgel in der Esselbacher Pfarrkirche wird wieder ihrer Bestimmung übergeben.
  • Einführung von Tempo-30- Zonen in den Seitenstraßen.
  • Tod des Altbürgermeisters Otto Emmerich aus Steinmark.
  • Innenrenovierung der Steinmarker Martin Luther Kirche
  • Visitation der Gemeinde durch Landrat Armin Grein
  • Beginn des Ausbaus von insgesamt 3 neuen Brunnen im Wachengrund durch die Wassergruppe
1994
  • Gemeinde kauft Feuerwehrfahrzeug LF 8/6 mit 600 l Wassertank und Atemschutzgeräten zur gemeinsamen Nutzung der 3 Feuerwehren
  • 100-jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Steinmark.
1993
  • Einweihung der Freizeitanlage in Steinmark, unterhalb der Kirche.
  • Maria Roos aus Esselbach ist mit 95 Jahren älteste Einwohnerin der Gemeinde. Sie erhält die Medaille „Patrona Bavariä“.
  • Beendigung der Flurbereinigung Esselbach 1973 bis 1993.
  • Die Wasserleitung von Esselbach und Kredenbach wird in Hoch- und Tiefzonen getrennt. Dadurch entsteht mehr Druck in den Hochzonen.
  • Welzengraben wird ausgebaut, bessere Zufahrt zur Spessarthalle, Feuerwehrhaus und Turnhalle.
1992
  • Alfred Martin übernimmt Vorsitz im Abwasserverband Esselbachgrund.
  • Buswartehäuschen an der Kirche und am Trieb neu gestaltet.
  • 25-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Otto Aschenbrenner.
  • Baugebiet „Pfarrgut“ fertiggestellt
  • Wasserentnahmestelle am Goldbrunnen fertiggestellt.
  • Renovierung der Kriegergedächtnisstätte in Esselbach
  • Reinhold Völler wird evangelischer Pfarrer in Michelrieth
  • Gründung des Edeka-Marktes Kühhirt in Esselbach
1991
  • Baugebiet „Johann-Kern-Straße“ in Steinmark wird erschlossen.
  • Willi Hofmann wird zum Altbürgermeister ernannt.
  • Trockenes Jahr. Versorgungsengpässe beim Trinkwasser
1990
  • Große Schäden durch den Sturm „Wiebke“
  • Wahl des neuen 1. Bürgermeisters Franz Ruck.
  • Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Esselbach.
  • 1150-Jahrfeier des Ortsteils Steinmark mit großem historischen Festzug. Vorsitzender des Festausschusses ist der 3. Bürgermeister Erwin Kern aus Steinmark.
  • Umbau und Erweiterung des katholischen Kindergartens durch den St.-Johannis-Verein..
  • Beendigung der Flurbereinigung von 1972 bis 1993 in Steinmark mit Festakt.
  • Bau des gemeindlichen Bauhofes in Esselbach.
  • Gründung der „Christusschule“ in der früheren Poststation als Grundschule
1989
  • Baubeginn im neuen Baugebiet in der Steinmarker Johann-Kern-Straße
  • Die neue, zehn Zentner schwere, St.-Kilians-Glocke wird eingeweiht. Zuvor sind die drei alten Glocken saniert worden.
  • Die Schneidereifabrik in der früheren Poststation schließt1
1988
  • Gründung des „Kredenbacher Hofes“ mit einer bewirtschafteten Fläche von 250 Hektar in einem früheren Aussiedlerhof in Kredenbach
1987
  • Renovierung des Rathauses und der Schule in Esselbach
  • Innenrenovierung der Kirche.
  • Bau des Straßenanschlusses von Steinmark zur damaligen Bundesstraße 8
1981
  • Außenrenovierung der Kirche
  • Verkauf der Steinmarker Sternwarte des Johann Kern, die in Reicholzheim neu als Johann-Kern-Sternwarte aufgebaut wird.
1980
  • Die neue Mehrzweckhalle am Welzengraben wird eingeweiht und erhält den Namen „Spessarthalle“
1979
  • Im April suchen erneut Diebe diesmal das Pfarrhaus heim.
  • Mai bis August: Feierlichkeiten zum 200jährigen Bestehen der Pfarrkirche St. Margareta mit Vorträgen und Gottesdiensten. Höhepunkt ist das Portiunkula-Fest, bei dem auch das erste Pfarrfest in der heutigen Form veranstaltet wird.
  • Pfarrer Willibald Metz verstirbt am 27. Oktober im Alter von 70 Jahren. Er wird als erster Priester im neugeschaffenen Priestergrab beigesetzt
1978
  • Pfarrhaus-Außenrenovierung und Anbau eines Bürotraktes
  • Die bis dahin selbständigen Gemeinden Kredenbach und Steinmark werden im Rahmen der Gebietsreform im Freistaat Bayern in die Einheitsgemeinde Esselbach eingegliedert.
  • Willi Hofmann, zuvor Bürgermeister in Kredenbach, wird in der ersten gemeinsamen Wahl neuer Bürgermeister der Gesamtgemeinde
  • Bau der Salzberghalle durch den FSV Steinmark
  • Die Gemeinde Esselbach und die Gemeinde Stetteldorf/Niederösterreich begründen eine Partnerschaft.
1977
  • Fertigstellung der Abwasserbeseitigungsanlagen des Abwasserverbandes Esselbachgrund
  • Katholische Kirchengemeinde Esselbach feiert erstmals das große Esselbacher Portiunkula-Fest.
1976
  • Am 7. Dezember entwenden Diebe die wertvolle Figur St. Johannes der Evangelist von der Kanzel. Im Jahr darauf wird diese durch eine Neuanfertigung ersetzt.
  • Am 24. Oktober wird Otto Aschenbrenner als neuer Pfarrer von Esselbach in sein Amt eingeführt.
  • Bau der BMX-Rennbahn am Trieb durch den RSV Esselbach.
  • Extrem trockenes Jahr. Versorgungsengpässe beim Trinkwasser.
  • Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.
  • Errichtung der Kläranlage des Abwasserverbandes
1974
  • Hauptstraße in Esselbach wird kanalisiert.
  • Turnhalle am Welzengraben wird gebaut.
  • Pfarrer Willibald Metz tritt in den Ruhestand.
1973
  • Gründung des Abwasserverbandes „Esselbachgrund“. Mitgliedsgemeinden: Bischbrunn, Oberndorf, Esselbach, Kredenbach und Steinmark
1972
  • Start der Flurbereinigung in Kredenbach, Fertigstellung 1988
1969
  • Großes Brandunglück in Aschaffenburg; fünf Bürger aus Esselbach kommen ums Leben.
1968
  • Gründung des Schulverbandes mit Bischbrunn, Oberndorf, Esselbach, Kredenbach, Steinmark, Altfeld, Michelrieth und Oberwittbach. Der Sitz des Schulverbandes ist Oberndorf. Erste Besprechungen hatten bereits 1964 stattgefunden.
1967
  • Kanalbau in Esselbach.
1966
  • Erwin Fertig wird 1. Bürgermeister in Steinmark. Er ist der letzte Bürgermeister der selbständigen Gemeinde.
  • Neuanlegung des Esselbacher Friedhofes.
1965
  • Die Wassergruppe wird vom Verein zum „Zweckverband zur Wasserversorgung der Marktheidenfelder Gruppe“.
1964
  • Errichtung des Maschinenhauses Steinmark durch die Wassergruppe. Anschluss der Mühlen im Wachengrund.
1962
  • Der FSV Esselbach begründete eine Sportfreundschaft mit dem in SV Stetteldorf Niederösterreich.  Initiatoren von Esselbacher sind der Vorsitzende Bernhard Hock und Walter Heyl, der von Stetteldorf nach Esselbach zog und in beiden Vereinen aktiver Fußballer war. 16 Jahre später wird daraus eine Partnerschaft der politischen Gemeinden.
1961
  • In Steinmark wird die heutige Lindenstraße geteert
  • Einweihung der neuen Kriegergedächtnisstätte in Esselbach.
1960
  • Otto Emmerich wird 1. Bürgermeister in Steinmark
1959
  • Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Steinmark
1957
  • Die Wassergruppe fasst 2 weitere Brunnen im Weihersgrund, den Kieselbrunnen und die Forstratsquelle. Fertigstellung 1962.
  • Bau der Umgehungsstraße, der damaligen Bundesstraße 8.
  • Erweiterungsbau der Volksschule in Esselbach.
1955
  • Steinmark erhält 3 Kirchenglocken
  • Eröffnung der Autobahn A3
1954
  • Einweihung der neu erbauten Steinmarker Martin-Luther-Kirche
  • Errichtung der Heimkehrergrotte am Trieb
1952
  • Emil Väth wird 1. Bürgermeister in Steinmark
  • Außenrenovierung des Steinmarker Schulhauses
1949
  • Fabrikant Vordemfelde erwirbt die frühere Poststation und zieht mit der Schneiderei dorthin um.
1945
  • Lorenz Reidelbach wurde von den Amerikanern als Steinmarker 1. Bürgermeister eingesetzt.
1943
  • Errichtung einer Kleiderfabrik in Esselbach.
1940
  • Im „Löwensaal“ richtet der Aschaffenburger August Vordemfelde eine Schneidereifabrik ein, in der rund 50 Näherinnen und Schneider wirken. Der Kommerzienrat lagert Teile seiner Aschaffenburger Kleiderfabrik aus, um von Bombenschäden verschont zu bleiben.
1939-1945
  • Auch der 2. Weltkrieg kostet einen hohen Blutzoll in unseren Dörfern. Aus Esselbach kommen 55, aus Steinmark 34, aus Kredenbach 6 Soldaten ums Leben.
1939-1942
  • Sehr strenge Winter
1933
  • Esselbach, Kredenbach und Steinmark werden mit Marienbrunn der NSDAP-Ortsgruppe Glasofen zugeteilt.
1930
  • Neben dem Bayerischen Wald und der Rhön wird auch der Spessart vom Bayerischen Landtag zum Notstandsgebiet erklärt.
1928
  • Sehr strenger Winter
1923
  • Steinmark wird in die Wassergruppe aufgenommen. Eine neue Wasserleitung wird gebaut.
1921
  • Steinmark wird an die öffentliche Energieversorgung angeschlossen.
1919
  • In der Alte Wachenmühle wird Strom produziert. Über eine Kupferdrahtleitung werden 20 Haushalte in Steinmark versorgt.
1918
  • Dem 1. Weltkrieg folgte eine Hungersnot und eine Grippewelle, in der viele Menschen starben.
1917
  • Beschlagnahme der drei historischen Glocken in der Esselbacher Kirche
  • Sehr strenger Winter
1914-1918
  • Der 1. Weltkrieg kostet vielen Bürgern unserer Dörfer das Leben. Aus Esselbach 20, aus Steinmark 11, aus Kredenbach 7.
1913
  • König Ludwig III. von Bayern in Esselbach.
1912
  • Einweihung der neuen Wasserversorgung in den Verbandsgemeinden.
1911
  • Beginn der Bauarbeiten der Wassergruppe (Erschließung der Goldbrunnenquelle im Weihersgrund und Rohrleitungen). Beim Bau werden unter anderem etwa 30 italienische Arbeiter eingesetzt, die in Esselbach untergebracht sind. Auch die Gemeinde Esselbach ist inzwischen Mitglied der Wassergruppe.
1910
  • Die Gemeinde Kredenbach ist Gründungsmitglied der „Marktheidenfelder Wasserversorgungsgruppe“
1908
  • Neubau der Esselbacher Schule.
1905
  • Bezug des neu erstellten Schulhauses in Steinmark
1894
  • Steinmark erhält seine erste Feuerspritze
1891
  • 1891 gehören zur politischen Gemeinde Esselbach die beiden Wachenmühlen und die Forsthäuser Faun, Karlshöhe und Schleifthor.
1888
  • Bau der Esselbacher Wasserleitung.
  • Kredenbach erhält eine eigene Volksschule. Vorher gingen die Kredenbacher Kinder in Michelrieth zur Schule.
1881
  • Trennung der Oberndorfer Schule von Esselbach.
1876
  • Bau der Wasserleitung in Steinmark
1866
  • Deutscher Bruderkrieg: Durchzug des preußischen Heeres von der Straßlücke her; Abzug der Bayern.
1851/1852
  • Um die Jahrhundertmitte war die wirtschaftliche Situation in Deutschland relativ schlecht, besonders aber in Mittelgebirgen wie dem Spessart. Die bayerische Regierung beauftragte den Arzt Virchow offiziell mit der Erkundung der Verhältnisse vor Ort. Dieser bereiste im Februar 1852 den Spessart. Als Ursache der Notlage erkannte Virchow die schlechte Ernährungs- und Wohnsituation, die er in seinem Bericht eindringlich schilderte. Virchow zog das Fazit: „Bildung, Wohlstand und Freiheit sind die einzigen Garantien für die dauerhafte Gesundheit eines Volkes.“ 150 Jahre später haben die Spessarter dies erreicht. Möge es ihnen lange erhalten bleiben.
  • Mehrere Brandstiftungen in Steinmark durch Andreas Fertig von der früheren Petersmühle (lag zwischen der Kläranlage des Abwasserverbandes und der Heinrichsmühle im Wachengrund)
1844
  • Bau der Mainbrücke in Marktheidenfeld
  • Bau der neuen Straße von Esselbach nach Marktheidenfeld. Vorher ging der Verkehr über die „Poststraße“ nach Altfeld und Lengfurt.
1824
  • Die Gemeinde Steinmark baut ein Schul- und Rathaus mit Lehrerwohnung.
1821
  • Die Pfarrei Esselbach, die bisher zum Landkapitel Lohr des Erzbistums Mainz gehörte, wird dem Bistum Würzburg zugeordnet
1818
  • Im Rahmen der ersten bayerischen Verfassung werden die politischen Gemeinden gebildet, auch die Gemeinden Esselbach, Steinmark und Kredenbach. Zur Gemeinde Esselbach gehören die Wachenmühlen und das Forsthaus Faun. Die Karlshöhe kam erst später zu Esselbach.
1817
  • Großes Hungerjahr und Teuerung
1816
  • Missernte aufgrund der nassen Witterung
1814
  • Durchzug großer Kriegsvölker.
  • Unsere drei Dörfer werden bayerisch.
1813
  • Die Grande Armée ist geschlagen. In Esselbach wird vor Kaiser Napoleon auf seiner erneuten Durchreise vom Rothenfelser Schullehrer Koch und seinen Musikanten eine „türkische Musik“ gespielt.
  • Später schleppen von Frankreich zurückkehrende russische Soldaten den Typhus ein, der in unseren Dörfern wütet.
1812
  • Esselbacher Schulneubau, wozu auch das Kirchenvermögen von der Löwensteiner Regierung beigezogen wird.
  • Die Katholiken der evangelischen Pfarrei Michelrieth werden nach Esselbach umgepfarrt. Umgekehrt kommen die Lutheraner in der Pfarrei Esselbach in die evangelische Pfarrei Michelrieth.
  • Auf dem Weg nach Russland kommt Napoleon erneut durch Esselbach, wo er eine Ruhepause einlegt. Der Wirt Endres bereitet ihm eine Mahlzeit, die er lobt.
1811
  • Den Gemeinden des Großfürstentums werden die französischen Gesetze aufgezwungen. Esselbach, Steinmark und Kredenbach werden Mairien mit einem Maire an der Spitze.
1810
  • Esselbach ist jetzt Teil des Großfürstentums Frankfurt, das bis zum Main reicht.
1809
  • Aufhebung des Zehntgerichts durch großherzoglich-würzburgische Verordnung .
1806
  • Während der Zeit der Napoleonischen Feldzüge war für etwa ein Jahrzehnt wegen der günstigen Lage an der Hauptverkehrsstrassein Esselbach eine Etappenstation unter einem Kapitän Dielmann eingerichtet. Diese hatte das Marschwesen für die Truppen zu regeln. Außerdem befand sich damals unter der Leitung von Distriktsmaire Eulenhaupt in Esselbach ein Verpflegungsmagazin für das Militär, dem die Einquartierungen, das Vorspannwesen, die Versorgung der Fourage und die Regelung des Armaturgeldes der Landwehrpflichtigen oblag.
  • Napoleon übernachtet in der Posthalterei Esselbach im heutigen Napoleonshaus.
  • Esselbach, Kredenbach und Steinmark kommen nach der Mediatisierung der Fürsten Löwenstein (beide Linien) zum Fürstentums Aschaffenburg. Erstmals in ihrer Geschichte gehören unsere drei Ortschaften einem einzigen Staat an. Sie sind jedoch immer noch verschiedenen Ämtern zugeordnet, Esselbach gehört zu Rothenfels, Kredenbach und Steinmark zu Kreuzwertheim.
1803
  • Säkularisation des Würzburger Hochstifts. Esselbach kommt mit dem Amt Rothenfels zum Fürstentum Löwenstein-Wertheim-Rosenberg.
  • Die Löwensteinische Regierung verbietet im Zuge der Aufklärung das Aufstellen von Weihnachtskrippe und Heiligem Grab ebenso wie das Austeilen von geweihten Herrgottsbroten an Pfingsten und Christi Himmelfahrt.
1800
  • Einquartierung französischer Soldaten in unseren Dörfern.
  • Um 1800 wird die Poststraße, die „Spessarter Chaussee“ zu einer festeren Straße ausgebaut.
1796
  • Durchzug französischer Revolutionstruppen (30.000 Mann), von den Kaiserlichen verfolgt. Bald darauf bricht eine Viehseuche aus.
1792
  • Große Überschwemmung.
1784
  • Im Zuge der Aufklärung wird die bis dahin übliche Esselbacher Wallfahrt nach Hessenthal verboten.
1782
  • Die hohe Gerichtsbarkeit für Esselbach wird nicht mehr in Aschaffenburg, sondern vom Centgericht in Rothenbuch ausgeübt. Für die niedere Gerichtsbarkeit ist weiterhin die Cent in Rothenfels zuständig. Steinmark und Kredenbach unterstehen der Cent Michelrieth,
1779
  • Kirchenneubau in Esselbach nach den Plänen des Mainzer Hofarchitekten d’Herigoyen im spätbarocken-frühklassizistischen Stil..
1777
  • Kirchenbrand in Esselbach; Wertvolle Kunstgegenstände wurden zerstört.
1775
  • Errichtung der Sommerschule in Esselbach. Diese war nur für diejenigen bestimmt, die noch nicht lesen und schreiben konnten. Vorher gab es nur eine Winterschule, da in dieser Jahreszeit die bäuerliche Arbeit weniger war.
1768
  • Nach der Esselbacher Pfarrchronik stehen in diesem Jahr Kirche, Friedhof, Pfarrhaus und Schule auf Mainzer Boden
1745
  • Franz Stephan von Lothringen wird in Frankfurt zum deutschen Kaiser gewählt. Seine Gemahlin Maria Theresia reist zur Kaiserkrönung mit einer ungarischen Eskorte über Esselbach dort hin.
1717
  • Von dieser Zeit an wird die Schreibweise Esselbach statt „Espelbach“ bevorzugt.
1708
  • Trennung der Gemeinde Oberndorf von der politischen Gemeinde Esselbach. Bis dahin hatten Esselbach und sein „oberes Dorf“ jeweils abwechselnd den Schultheißen gestellt.
1707
  • Durchzug französischer Truppen. In diesem Jahr wurde der Kirchenornat aus Furcht vor den Franzosen im Pfarrhaus eingemauert.
1701
  • Einführung des Sebastiani-Bußtages in Esselbach; große Rinderpest.
1679
  • Schankrecht des Esselbacher Pfarrers über die Straße.
1675
  • Interessanter Bericht über die Entstehung der „Post zu Esselbach“
1674
  • Große Überschwemmung in Esselbach
1673
  • Die Franzosen ziehen durch.
1668
  • In Steinmark gab es 22 Güter, von denen Zehnt abgeliefert wurde
1666
  • Pest in Esselbach.
1660
  • Um diese Zeit soll in Esselbach eine neue Kirche gebaut worden sein.
1648
  • Errichtung des heute noch vorhandenen Taufsteins in der Esselbacher Kirche
  • In Münster wird der Westfälische Friede verkündet.
1643
  • Durchzug französischer Soldaten
1635
  • In diesem und den folgenden Jahren große Pestepidemie.
1634
  • Große Hungersnot. Es starben viele Leute.
  • Kaiserliche Truppen hausen hier.
1633
  • Missernte wegen Hagelschlag.
  • In Kredenbach gibt es 9 selbständige Mannspersonen zwischen 31 und 80 Jahren sowie 5 Wittfrauen, die einen eigenen Haushalt führen.
1632
  • Der Wachenmüller Carges Väth zeigt an, dass er von Kriegern oftmals geplündert worden ist.
1631
  • Einfall der Schweden unter ihren Feldherren Königsmark und Löwenmaul in Esselbach. Große Plünderungen. Seit dem Jahre 1618 tobt der Dreißigjährige Krieg.
1627
  • Der Kredenbacher Schulz beschwert sich im Auftrag der Gemeinden Kredenbach, Steinmark, Michelrieth, Glasofen, Altfeld und Oberwittbach beim Wertheimer Grafen wegen der Verhaltens von in Hasloch einquartierten Soldaten
1625
  • Pestjahr
1617
  • Bau des Esselbacher Pfarrhauses durch die „Echter aus Mespelbrunn“, Der Wertheimer Graf Wolf Ernst zu Löwenstein erzwingt die Reformation Steinmarks. Es ist das letzte Dorf der Grafschaft, das evangelisch wird. Mit dieser Entscheidung werden für mehrer Jahrhunderte die gewachsenen familiären Bindungen mit den Nachbarorten Esselbach, Oberndorf und Bischbrunn getrennt. Die Steinmarker gehen nun nicht mehr nach Esselbach, sondern nach Michelrieth in die Kirche. Ein Steinmarker Einwohner wurde damals mit Turmhaft belegt, weil er sich weigerte, die Kirche in Michelrieth zu besuchen. Ein anderer verkaufte sein Anwesen und zog nach Lohr, da er offensichtlich den Religionswechsel nicht akzeptierte. Die Steinmarker schrieben dem Grafen einen Brief, worin sie baten, doch beim alten Glauben bleiben zu dürfen, damit sie weiterhin in die Esselbacher Kirche gehen konnten. Doch Graf Michael ließ sogar die Steinmarker Katholiken, die sich während eines Gottesdienstes auf der Höhe zwischen Esselbach und Steinmark versammelt hatten, mit Prügeln nach Michelrieth treiben, so die Überlieferung des Volksmundes. Noch lange besuchten einzelne Steinmarker heimlich den Gottesdienst in Esselbach. Und noch bis 1803 wurden in der katholischen Kirche in Esselbach symbolisch die Kirchenstühle für die Steinmarker freigehalten wurden.
1615
  • Es entsteht die Postlinie Brüssel – Frankfurt – Prag, an der Esselbach liegt. Eine Posthalterei wird durch den Fürsten von Thurn und Taxis errichtet.
1600
  • In Steinmark gab es eine Bürgerwehr, die mit Gewehren und einem kleinen Geschütz ausgestattet war.
1599-1617
  • Krieg zwischen dem Bischof von Würzburg und dem Grafen zu Löwenstein.
1594
  • Die Frau des Steinmarker Sauhirten Lauer hat mit Hans Gren die Ehe gebrochen. Sie werden an der Kirche des Sitz des Zehntgerichts, in Michelrieth, an den Pranger gestellt.
1583
  • Kredenbach wird evangelisch. Durch den Religionswechsel verlieren die Einwohner ihre Spessartrechte im Kurmainzer Wald.
1574
  • Die Grafen von Löwenstein erben die Grafschaft Wertheim, nachdem das Wertheimer Grafengeschlecht im Mannesstamm erloschen ist, und damit auch Steinmark und Kredenbach.
1566
  • Das Steinmarker Dorfweistum, eine Urkunde, in der die Rechte und Pflichten der Ortsnachbarn festgehalten sind, wird aufgesetzt.
1563
  • Viele Pesttote in unserer Gegend.
1547
  • Erstmals findet sich Steinmark als Gemeindebezeichnung. Zuvor hieß das Dorf Steinberg.
1545
  • In Kredenbach gibt es 7 Grundbesitzer.
1541
  • Großes Sterben durch die Pest
  • Esselbacher Kirche, Pfarrhaus und Friedhof wurden kurmainzisch, die politische Gemeinde Esselbach würzburgisch
1540
  • Mit Peter Weiher wird der erste Steinmarker Schulz genannt.
1525
  • Die Esselbacher beteiligen sich am Bauernkrieg. Dafür müssen sie nach dem Sieg der Fürsten, wie alle Einwohner des Amtes Rothenfels, einen Kapitulationsbrief unterschreiben.
1494
  • Aus einem Zeugenverhör über das Jagdrecht im Spessart erfahren wir die Namen damaliger Einwohner unserer Gemeinde. Es sind dies aus Steinmark Peter Köler, Heintz Reuß, Hert Fleischer, Hans Leybich und Cuntz Kern, aus Esselbach Hans Geiger, Cuntz Reuß, Claus Vaut, Hans Schwap, Clas Albrecht und Claus Schwob.
1444
  • Die Alte Wachenmühle ist wertheimisch. Die Grafen belehnen mit ihren Einkünften den Niederadeligen Kuntz Klinckhard aus Vockenroth, der auch viele andere Wertheimer Höfe als Lehen hat.
1422
  • Nach Aussage des Poppo Fuchs von Kannenberg erstreckte sich das Wertheimer Gebiet von „Espelbach bis Herrnzell“.
1414
  • Der Steinmarker Claus Scheffer erhielt vom Wertheimer Grafen Johann elf verschiedene Steinmarker Güter als Lehen. Offensichtlich ist das Dorf fast ganz entvölkert gewesen, was wohl mit Missernten und daraus erwachsenden Hungersnöten und Pestepidemien der Jahrzehnte zuvor zu erklären ist. Von 17 Haushalten um 1370 waren 1410 nur 6 übrig geblieben.
1400-1500
  • Bis etwa um diese Zeit gehört Esselbach zum Kurfürsten von Mainz, danach zum Würzburger Fürstbischof. Der genaue Übergang ist nicht bekannt, dies sollte für Esselbach bis zum Jahr 1803 so bleiben.
1376
  • Um künftigen Friedensstörungen wirksamer vorzubeugen, verkaufte Graf Johann von Wertheim für 4000 Gulden die „armen Leute oder Leibeigene“ von verschiedenen Dörfern. Von dem Verkauf ausdrücklich ausgenommen wurden die eigenen Leute der Grafen von Wertheim aus Esselbach und Michelrieth.
1363
  • Der Wertheimer Graf Eberhard erhält von Kaiser Karl IV. das Recht, Viehzoll in Kredenbach zu erheben. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung Kredenbachs. Entstanden ist das Dorf vermutlich im späten 11. Jahrhundert.
1359-1373
  • Die Grafen von Wertheim, die neben anderen Obrigkeiten wie Mainz und Rieneck in Esselbach Grundherrschaft haben, schreiben in einem Steuerregister die Namen der Vermögensteuerpflichtigen nieder. Dies sind die frühesten bekannten Einwohner unserer Gemeinde. Dabei werden namentlich 24 Esselbacher und 17 Steinmarker genannt.
1352
  • Ein Burkardus ist erster namentlich bekannter Pfarrer in Esselbach
1339
  • Bis zum Tod des letzten Grafen Ludwig von Rieneck besaßen die Grafen von Rieneck Esselbach als Mainzisches Lehen, Nunmehr fiel dieses Lehen an Kurmainz zurück.
1338
  • Gehäufte Hungersnöte, Missernten, Pest, Wolkenbrüche, Dürre und Heuschrecken bringen in diesem und den nachfolgenden Jahren und sogar Jahrzehnten großes Elend über die Bevölkerung
1292
  • Steinmark wird erstmals als Dorf schriftlich genannt.
1203
  • Das älteste Lehensbuch des Würzburger Hochstifts nennt einen Henricus de Espelbach als würzburgischen Lehensmann.
1199
  • Graf Poppo von Wertheim übereignet dem Kloster Triefenstein ein Gut in Michelrieth, das dem Priester Ludwig in Esselbach zinspflichtig war. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung Esselbachs. Möglicherweise besteht zu diesem Zeitpunkt schon eine Pfarrei Esselbach.
1182
  • Heinrich von Espelbach ist Zeuge in einer Urkunde. Bis zum Jahr 1506 werden die Landadeligen „von Espelbach“ in verschiedenen Urkunden erwähnt. Es gilt als sicher, dass dieses Geschlecht seinen Ursprung vom gleichnamigen Dorf ableitet.
839
  • In einer Tauschurkunde des Wertheimer Grafen mit dem Kloster Fulda kommt unser heutiges Gemeindegebiet zum Kloster Fulda. Als einziges unserer drei Dörfer sollte Kredenbach längere Zeit zum Kloster Fulda gehören, später wie Steinmark zur Grafschaft Wertheim. In der Urkunde wird erstmals auch die „via publica“, die spätere Post- oder Heerstraße, erwähnt. Diese war identisch mit der späteren Poststraße von Rohrbrunn nach Altfeld durch Esselbach. Ebenso erwähnt die Urkunde das Heinrichswasser, den Trauberg, den Wachenbach und den Steinbach.
  • Mit der Nennung von „steinan houc“, übersetzt Steinberg, wird auch der Steinmarker Bereich erstmals urkundlich erwähnt.

Die früheren Trachten in unserer Gemeinde

Während Kredenbach aufgrund der Zugehörigkeit zur Grafschaft Wertheim schon um 1580 den lutherischen Glauben annahm und sich von der Pfarrei Esselbach löste, blieb das ebenfalls wertheimische Steinmark wohl wegen der großen Entfernung zu den nächsten evangelischen Kirchen in Michelrieth und Kreuzwertheim, zunächst beim alten Glauben. Doch 1617/18 mussten auch die Steinmarker als Reaktion auf die Gegenreformation zwangsweise die Konfession wechseln.

 

Bedingt durch diese konfessionelle Trennung haben sich die Trachten in den Orten der heutigen Gemeinde Esselbach unterschiedlich entwickelt. In Esselbach gab es die gemeinsame Tracht von Esselbach, Oberndorf und Bischbrunn. In Steinmark und Kredenbach war die Tracht des Michelriether Kirchspiels der Wertheimer Grafschaft zuhause. Esselbach wechselte zusammen mit den benachbarten Dörfern Oberndorf und Bischbrunn bei den Männern etwa im 18. Jahrhundert von grünen auf blau gefärbte Überröcke, während in der Grafschaft die Farbe grün für die Arbeitstracht beibehalten wurde.

Durch die Poststation kamen häufig Reisende nach Esselbach. 1852 berichtet der damals 35jährige Engländer Charles Tylor von seiner “historical tour in Franconia in the summer” („Eine historische Reise in Franken“) von der damals hier allgemein getragenen Tracht der Männer und beschreibt sie als bei Jung und Alt identisch. Von ihm ist auch eine Skizze eines Esselbachers in Tracht überliefert, leider nur mit Ansicht von hinten. Auf dem Weg von Aschaffenburg nach Würzburg übernachtete er am 26. Juni in Esselbach. Er notierte, dass die Esselbacher Bauern in ihrem Sonntagsstaat „schwerfällig herumstolzierten“. Die Tracht der Männer beschrieb er wie folgt: einen großen, dreispitzigen Hut aus schwarzem Filz, einen langen, meist dunkelblauen Gehrock und hohe Stiefel. Die Frauen trugen Hauben aus gestärkter Seide mit hinten herabhängenden Bändern und dunkle Kleider. Im selben Jahr untersuchte übrigens der Arzt Rudolf Virchow im Auftrag der bayerischen Regierung die „Not im Spessart“. Auch Tylor hat davon sicher noch manches gesehen. So zeigte er sich verwundert, dass viele Frauen hart arbeiten mussten und dass Kröpfe verbreitet waren.

Die Zeichnung wurde für eine Festschrift der Heimat- und Wanderfreunde Oberndorf/Bischbrunn angefertigt.

 

Die Tracht der drei katholischen Grunddörfer wurde lange Zeit von der Trachtengruppe der Heimat- und Wanderfreunde bekannt gemacht.

 

Landgerichtsarzt Dr. Ludwig Döring, der als Bezirksarzt in Stadtprozelten tätig war, schreibt im Jahr 1861 über die Kleidung der Bewohner Esselbachs, Oberndorfs und Bischbrunns:

 

„Ein dreieckiger Hut, durchweg leinene grobe Hose, dergleichen Kittel, meistens Schuhe und eine schwarze baumwollene Halsbinde bilden den werktäglichen Habit. Im Winter wird noch eine solche leinene Hose als Unterhose benützt. Die Sonntagskleidung besteht aus einem großkrempigen dreieckigen Hute, einem blautuchenen dunklen langen Oberrocke, einer Sommerhose und einer tuchenen Weste. Silberne Knöpfe oder Schnallen sind nicht zu erblicken.

 

Ziemlich kurze Röcke, ein kurzes tuchenes Leibchen und Kittelchen, Stiefelchen von schwarzem oder dunkelblauem Tuche und ein sehr niedliches kleidsames Häubchen, insgemein aus rothem Stoffe mit schwarzen Bändern, des Werktags baumwollen, an Sonn- und Feiertagen seiden, verziert, unter welchem das üppige Haupthaar schön gescheitelt herausblickt, verleihen den Spessarterinnen ein hübsches Aussehen.

 

Die Werktagskleidung hat denselben Schnitt und besteht nur aus geringeren Stoffen, z.B. leinenen Kittelchen und gefärbten leinenen Röcken.“

Die Esselbacher Tracht vor dem historischen Pfarrhaus in Esselbach, gezeigt von den Heimat- und Wanderfreunden Oberndorf/Bischbrunn beim Jubiläumfestzug der Esselbacher Feuerwehr im Jahr 2005.

 

In Esselbach selbst kam man wegen des Einflusses der Poststation und der vielen Reisenden schon um 1880 vom Tragen der angestammten Tracht ab. Tracht war nicht mehr modern und man versuchte, sich wie die Städter aus den Postkutschen zu kleiden. In Bischbrunn und Oberndorf hielt sich die Tracht dieser drei Dörfer länger.

 

Dass die Tracht heute noch existiert, ist den Familien Bernhard und Klara Englert aus Aschaffenburg und Waldemar und Helga Engelhardt aus Oberndorf sowie den Heimat- und Wanderfreunden Oberndorf/Bischbrunn zu verdanken. Mit Unterstützung von Sammlern, Museen und Bürgern konnten teilweise in letzter Minute Trachtenteile gerettet und damit ein Stück Heimat und heimatlicher Kultur erhalten werden.

Bei den Heimat- und Wanderfreunden gab es zeitweise auch eine Kindertanzgruppe in Tracht.

 

Steinmark, Kredenbach, Michelrieth, Altfeld, Oberwittbach, Eichenfürst und Glasofen werden auch „Grafschaftsdörfer“ genannt. Die sieben einst zur Grafschaft Wertheim gehörenden, protestantischen Orte setzen sich nicht nur in ihrem Glauben von der Umgebung ab. Auch ihre Tracht setzt eigene Akzente.

Für einen Besuch des Königs Ludwigs III. von Bayern im Jahr 1914 in Würzburg wurde ein Festzug gestaltete, bei dem Steinmark zweifach beteiligt war. Es gab einen Festwagen „Rauchender Kohlenmeiler mit Köhler und Kohlhütte“ und es wurde ein „Hochzeitszug aus der Grafschaft“ in der alten Grafschaftstracht zusammengestellt. Da waren dann Brau- und Brautjungfern mit den Flitterkronen oder hohen Kränzen ebenso zu sehen wie Bräutigam, Burschen und Männer mit Dreispitz, Hirschlederhosen und Kamisol. Vom Kind bis zum Großvater waren etwa 60 Personen aus Steinmark beteiligt. Der Festzug wartete am 28. Juni bereits zwei Stunden in den Würzburger Straßen, als die Nachricht vom Mord am österreichischen Thronfolger in Sarajewo kam. Der Festzug wurde abgesagt. In der Folge kam es am 2. August 1914 zur Mobilmachung und zum Ersten Weltkrieg.

 

Insgesamt existierten zehn verschiedene Ausführungen der „Wertheimer Tracht“. Man trug sonntags nicht das Gleiche wie werktags, zog sich zum Tanz um und zum Kirchgang und putzte sich für das Abendmahl noch einmal anders heraus.

 

Bei den Frauen gab es eine alte und eine neue Tracht. Bei der alten Tracht waren die Mutzen, die kurzen Jacken, rot und hatten rote Knöpfe. Ein Leible (Mieder) hatte an jeder Seite dicke Wülste, durch die die Hüften besser zur Geltung kamen. Außerdem trugen diese Wülste die Last der Unterröcke. Dazu wurden geblümte Hauben getragen. Die Schultern bedeckte ein viereckiger Kragen aus Seide mit rundem Halsausschnitt. Der plissierte Oberrock der Frauen war mit der Hand in viele kleine Falten gelegt. Dazu wurden bis zu neun Unterröcke getragen, je nachdem, wie viele man besaß. Das Mieder,

 

Die neue Frauentracht kam Anfang der 1890er Jahre auf. Kappe, Mutze, weißes Halstuch und Faltenrock wurden unmodern. Es blieb nur noch das Leible mit schwarzem Samt und aufgestickten bunten Blümchen.

Trachten Hochzeitspaar: Die Kleidung eines Hochzeitspaars in Tracht war bei einer Ausstellung im Jahr 2010 im Marktheidenfelder Franckhaus zu sehen. Besonders auffälliges Prunkstück war die Hochzeitstracht der Frauen. Sie hat vor allem wegen der von bunten Seidenbändern gehaltenen Braut- oder Flitterkrone Berühmtheit erlangt. Der Kopfschmuck der Braut und Brautjungfern zieht alle Blicke auf sich. Das Tragen der Krone braucht viel Disziplin. Schon das fachkundige Aufsetzen dieser Krone verlangt Erfahrung und Geduld. Mit geschickten Fingern wird der sogenannte Hohe Kranz, eine Brautkrone aus Zierblumen und Glasschmuck, im Haar befestigt. Die Kopfbedeckung des Bräutigams, ein Dreispitz, wird mit aufwendigem Blumenschmuck aus Seidenblumen verziert.

 

Die Männer trugen als Festtagstracht einen langen blauen Rock, der über das Knie reichte, den so genannten Kamisol. Er war aus glänzendem Tuch, hatte breite Ärmelaufschläge und große Taschen. Im Trauerfall wurde über dem blauen Kamisol noch ein schwarzes getragen. Diese Kamisole wurden nicht geknöpft, sondern offen getragen.

 

Zur Männertracht gehörte eine ursprünglich weiße, nach längerem Tragen meist graue hirschlederne Kniebundhose. Die Dauerhaftigkeit dieser Hosen war nahezu unbegrenzt. An der Hochzeit beschafft, wurde sie meist bis ins Greisenalter getragen. Sie steckte in hohen Schaftstiefeln. Dazu kamen ein weißes, flachsgewebtes Hemd mit Umliegekragen, eine schwarze Schleifenhalsbinde und ein mächtiger Dreispitzhut. Am Werktag wurde im Sommer eine Schirmmütze, im Winter eine Pelzkappe aufgesetzt. Wie ein Umhang wurde ein langer weiter Radmantel getragen.

 

Im benachbarten Glasofen sammelten in den 1950er Jahren Karl Werner und der Lehrer Georg Furkel die in den Grafschaftsdörfern getragenen Volkstrachten. Unterstützung fanden sie dabei auch bei Johann Adam Mohr aus Michelrieth. Daraus entwickelte sich die Trachtengruppe „Die Glasf’lder“ als Sparte des Gesangvereins, die seit vielen Jahrzehnten stolz ihre Tracht präsentiert.

Ein im Jahr 1940 in Steinmark nachgestelltes Trachtenbild. Man sieht in der Mitte einen Burschen mit Grünkittel und Pelzkappe.

 

Wegen der grünen Kittel ihrer Alltagstracht wurden die Grafschaftler früher „Laubfrösche“ genannt. Der Überlieferung nach brachen die Wertheimer Gassenbuben im 19. Jahrhundert wegen dieser Bezeichnung gar in lautes „Quak quak“ aus, wenn sie einen Spessartbauern im grünen Rock trafen. Heute heißt in Erinnerung daran der Altfelder Karnevalsverein die „Laabfrösch“. Bei Regenwetter war der Grünkittel ein unbequemes Kleidungsstück, das sich mit Wasser voll saugte.

 

Unter Kamisol oder Grünkittel leuchtete „das Brusti“, eine Weste mit zwei Reihen Silberknöpfen mit 12 bis 15 Knöpfen pro Reihe, also insgesamt bis zu 30 Knöpfen. Das Brusti wurde lediglich beim Tragen des schwarzen Trauer-Kamisols weggelassen. Für die Steinmarker erfüllten diese Knöpfe auch die Aufgabe des Schoppenmerkens. Und das ging so:

 

Statt nach dem Kirchgang beim Wirt in Michelrieth anzuschreiben, wurde für jedes geleerte Schoppenglas ein Knopf geöffnet. Dabei soll es nicht nur einmal vorgekommen sein, dass noch ehe der Durst gestillt war, alle Knöpfe offen standen; bei bis zu 30 Knöpfen eine reife Leistung.

 

In der Grafschaft wurde die Männertracht allgemein bis zum ersten Weltkrieg, die Frauentracht vereinzelt bis etwa 1930 getragen.

 

Anfang der 1920er Jahre gab der Historische Verein Alt-Wertheim unter dem Titel „Volkstrachten aus dem Spessart“ eine Serie aus sechs Postkarten mit Fotos von Trachtenträgern aus der Grafschaft heraus:

Text und Bilder: Ernst Dürr

Der Raum um Esselbach war von jeher eine Grenzregion. Hier trafen die Wertheimer und die Rienecker Grafen mit ihren Rodungs- und Kolonisierungsmaßnahmen auf die Mainzer Kurfürsten und hier versuchte später auch das Hochstift Würzburg einen Happen vom Spessart zu bekommen.

 

All diese Herren verfügten im Mittelalter in den Grundorten über Grundbesitz und die zugehörigen Leute. Dabei war die Zugehörigkeit zur Herrschaft manchmal nur auf einen Hof oder den Teil eines Hofes beschränkt. Und noch komplizierter: ein Bauer konnte sogar mehrere Grundherren haben. Fast schon so etwas wie eine doppelte Staatsbürgerschaft heute.

 

Welche Mitspieler gab es bei uns?

Die Rienecker Grafen hatten ihre Leute in Esselbach und Oberndorf angesiedelt.

Die Wertheimer Grafen zählten Steinmark und Kredenbach zu ihrem Territorium und hatten zunächst auch größeren Grundbesitz und Leibeigene in Esselbach und Oberndorf.

Das Erzstift Mainz saß in Bischbrunn und hatte erheblichen Einfluss in Esselbach mit Oberndorf.

Das Hochstift Würzburg, der Staat der Würzburger Fürstbischöfe, verfügte zunächst nur über wenig Einfluss.

 

Die Rienecker fielen schon früh aus

Im Jahr 1333 starb die Rothenfelser Linie der Rienecker Grafen aus. Damit wurden die Einflüsse neu verteilt. Bis dahin hatten die Rienecker Grafen Esselbach als mainzisches Lehen. Nunmehr war der Ort auch weltlich den Mainzern unterstellt.

Die Würzburger schufen aus dem Erbe der Rienecker im 14. und 15. Jahrhundert das Amt Rothenfels, zu dem dann später auch Esselbach und Oberndorf gehörten.

Bischbrunn blieb unter Mainzer Einfluss, Steinmark und Kredenbach unter Wertheimer Oberhoheit.

Diese Aufteilung der Grundgemeinden unter würzburgische, mainzische und wertheimische Herrschaft sollte mehrere Jahrhunderte Bestand haben.

 

Die Löwensteiner übernahmen

1803 wurden auf französischen Druck die geistlichen Fürstentümer in Deutschland säkularisiert. Sie dienten denjenigen Fürstenhäusern als Entschädigung, die aufgrund der französischen Expansion linksrheinische Gebiete verloren hatten. Dazu zählten auch die beiden Linien Löwenstein-Wertheim. Die katholische Linie erhielt vom Hochstift Würzburg unter anderem das Amt Rothenfels mit Esselbach und dem nun schon selbstständigen Oberndorf. Die evangelische Linie hatte Steinmark und Kredenbach schon lange zuvor aus dem alten Erbe der Wertheimer erhalten.

Bischbrunn wechselte vom aufgelösten Kurmainz ins neue Fürstentum Aschaffenburg.

 

Die Grunddörfer werden bayrisch

Bei diesen Veränderungen sollte es jedoch nicht bleiben, denn schon drei Jahre später, im Jahre 1806, löste sich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation auf und kleinere Fürstentümer gingen in größeren Staaten auf. Das traf auch die beiden Löwensteiner Staaten. Im Mainviereck kamen alle Dörfer zum neuen Großherzogtum Frankfurt, das den gesamten Spessart erfasste. Diese gehörten erstmals in ihrer Geschichte einem gemeinsamen Staat. Ende 1813 wurde auch dieses Staatsgebilde wieder aufgelöst und nach einem kurzen österreichischen Zwischenspiel kam das gesamte Mainviereck und mit ihm die fünf Grunddörfer im Jahr 1814 zu Bayern.

 

Esselbach und Oberndorf – eine besondere Beziehung

Bis 1708 bildeten Esselbach und Oberndorf eine gemeinsame Gemeinde. Abwechselnd stellten die beiden Orte den Schultheißen. Selbst der Oberndorfer Ortsname erklärt sich aus der Beziehung und Lage der Ortschaft zu Esselbach: Oberndorf ist schlichtweg das obere Dorf von Esselbach.

Zu einer politischen Einheit zurückgefunden haben die Dörfer nach der Trennung im Jahr 1708 nicht mehr.

 

Die Gebietsreform veränderte das Bild

Auch in der bayerischen Gebietsreform der 1970er Jahre kamen Esselbach und Oberndorf nicht mehr zusammen, obwohl sie in Geschichte und Konfession miteinander mehr Gemeinsamkeiten haben als jeweils mit den anderen Grunddörfern Bischbrunn, Kredenbach und Steinmark.

So schloss sich im Jahr 1978 das einstmals würzburgische Oberndorf mit dem früheren Kurmainzer

Außenposten Bischbrunn zusammen, während das katholische und würzburgische Esselbach mit seinen protestantischen und früher wertheimischen Nachbarn Kredenbach und Steinmark zusammenging. In beiden Fällen wurden nicht nur uralte Dorf- und Gemeindegrenzen übersprungen, sondern auch frühere Landesgrenzen, die die Unterschiede seit Jahrhunderten zementiert hatten. Zwischen Esselbach, Kredenbach und Steinmark kamen zudem noch die früher unüberbrückbaren

Konfessionsgrenzen.

Erklärungsversuche für die Gebietsreform-Entscheidungen gibt es viele. So war die schließlich umgesetzte Lösung wohl für die zentraler gelegenen Orte Esselbach und Oberndorf am vorteilhaftesten. Esselbach konnte mit den beiden kleineren Orten Kredenbach und Steinmark eine Einheitsgemeinde bilden, der es Sitz und Namen gab. Alle gemeindlichen Einrichtungen wurden in Esselbach zentralisiert. Oberndorf wiederum hat der neuen Einheitsgemeinde Bischbrunn zwar nicht den Namen gegeben, erhielt jedoch Rathaus und Schule.

Möglicherweise verfügten Kredenbach und Bischbrunn damals auch über die durchsetzungsfähigeren

Kommunalpolitiker. In Kredenbach wohnte der spätere Esselbacher Bürgermeister Willi Hofmann und in Bischbrunn der spätere Bürgermeister der neuen Gemeinde Bischbrunn, Heinrich Krebs. Beide konnten sich bei den ersten Wahlen der Einheitsgemeinden im Jahr 1978 gegen Kandidaten der damals eigentlich dominanten Partei CSU aus Esselbach bzw. Oberndorf durchsetzen.

Kirchlich sind heute sind alle Grunddörfer in einer katholischen Pfarreiengemeinschaft

zusammengeschlossen, die evangelischen Einwohner alle werden von der Pfarrei Michelrieth betreut.

Christian Dinkel
Seit 01. Mai 2026
Richard Roos
Vom 23. Juli 2013 bis 30. April 2026
Siegfried Kuntscher
Vom 1. Mai 2013 bis zum 22. Juli 2013 übernahm der 2. Bürgermeister Siegfried Kuntscher kommissarisch die Amtsgeschäfte.
Klaus Hofmann
1. Mai 2002 bis 30. April 2013
Franz Ruck
1. Mai 1990 bis 30. April 2002
Willi Hofmann
1. Mai 1978 bis 30. April 1990
Vor der Gebietsreform:
Bürgermeister der Gemeinde Esselbach
Oskar Roos
1. Mai 1966 bis 30. April 1978
Bürgermeister der Gemeinde Kredenbach
Willi Hofmann
1. Mai 1966 bis 30. April 1978
Bürgermeister der Gemeinde Steinmark
Erwin Fertig
1. Mai 1966 bis 30. April 1978
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Im 18. Jahrhundert war Esselbach eine der größten Post-Stationen Deutschlands. Auch Napoleon Bonaparte machte hier Station. Das Napoleon-Zimmer steht noch heute Besuchern offen.

Esselbach trägt das Posthorn im Wappen. Das Symbol erinnert heute an die einst bedeutende Lage der Gemeinde an der Poststraße zwischen Würzburg und Frankfurt (sie war die Ost-West-Verbindung des karolingischen Reiches).  Die Esselbacher Poststation hat lange Jahre die Geschicke der Gemeinde geprägt: 1615 wurde sie in Esselbach errichtet. Erst im Jahre 1690 jedoch konnte die von den Fürsten des Hauses Thurn und Taxis gebaute Poststraße auch mit Kutschen befahren werden, vorher wurde geritten. Die Posthalterfamilien Väth, Dürr, Winheim und Hertlein haben in der Esselbacher Ortsgeschichte über Jahrhunderte eine herausragende Rolle gespielt.

Wirtschaftlicher Aufschwung

Im Jahr 1690 begann mit dem regelmäßigen Postverkehr in Esselbach ein wirtschaftlicher Aufschwung der Gemeinde: Sechs Schmiede, dazu Seiler und Wagner wurden gebraucht, um die Postkutschen zu versorgen. Auch wurde ein Ladengeschäft eröffnet und ein Gasthaus: „Zum Schwarzen Adler“. Darin stiegen damals bedeutende Persönlichkeiten wie Kaiser Franz II., Zar Alexander I., Napoleon Bonaparte, König Ludwig I. von Bayern oder Fürst Metternich ab.

Die Spessarträuber

In dieser Zeit machten die berüchtigten und heute noch berühmten Spessart-Räuber die Strecken der Postkutschen unsicher. Viele Reisende bevorzugten daher die längere Schiffs-Reisestrecke auf dem Main.
Im 18. Jahrhundert erlebte die Poststation ihre Blütezeit – Esselbach war eine der größten Poststationen Deutschlands. 40 bis 50 Pferde mussten stets bereit gehalten werden, um Kutschen, Kurieren und Eilkutschen ausgeruhte Tiere anspannen zu können.

Die Pferdekrankheit

Ein trauriges Kapitel und einen großen Einbruch in die Esselbacher Betriebsamkeit stellte die Pferdekrankheit dar – viele Familien, die Poststationen betrieben, wurden dadurch im ganzen Land in den Ruin getrieben. Am heutigen Wald-Sportplatz des FSV Esselbach gibt es noch Spuren der Schindkaute, also des privaten Pferde-Friedhofes der Poststation.
In den Jahren 1912 und 1913 wurde die Poststation in Esselbach aufgelöst. Die wichtigsten Gründe dafür waren die Industrialisierung und – damit einher gehend – die Ausbreitung der Eisenbahn.

geheimnisvolle alte Klufthöhle, um die sich eine Vielzahl von Sagen ranken

Im Steinmarker Wald, etwa 3 Kilometer nordöstlich vom Dorf, befindet sich eine Höhle. Sie gilt als Naturdenkmal, steht unter Schutz und gehört der Gemeinde Esselbach. Von außen sieht sie eher unscheinbar aus, ein fast kreisrundes Loch, das etwa 2 Meter tief senkrecht in den Boden führt. Doch hat diese Klufthöhle, wie sie im Buntsandsteinuntergrund sehr selten anzutreffen ist, zu allen Zeiten die Phantasie der Menschen angeregt. Möglicherweise nicht zu Unrecht, denn schließlich wurden in ihrem Inneren sogar Steinbeile gefunden, die auf die Nutzung schon in der Jungsteinzeit schließen lassen. Dabei ist wohl eher an eine Kult- als an eine Wohnhöhle zu denken, also an ein altes heidnisches Heiligtum. Früher war die Höhle weiter begehbar. Von Erzählungen wissen wir, dass es einen großen kuppelförmigen Raum gegeben haben muss, der heute verschüttet ist. Von diesem Raum gibt es die Überlieferung, dass die Steinmarker dort im Dreißigjährigen Krieg überlebt haben sollen. Ein Schwedenreiter, der beim Verfolgen eines Bauern in die Höhle stürzte, soll dort heute noch herum spuken.

 

Noch früher soll die Höhle sogar dem deutschen Kaiser Heinrich IV. als Unterschlupf gedient haben. Die Vermutung einer Kulthöhle, von der man nach der Christianisierung nur noch verschlüsselt erzählen durfte, wird durch diese außerordentliche Vielzahl an Sagen bestärkt, die sich um das Schächerloch ranken. Da hausen wilde Männer im Wald, die Frauen und Kinder rauben und es gibt Geschichten, nach denen Menschen plötzlich im Boden versinken. Ein „Aufhuckermännchen“ macht nächtlichen Wanderern das Leben schwer. Neben den Zimmerleuten in der hier erwähnten Erzählung gibt es im Schächerloch weitere mysteriöse Schatzhüter, so einen räuberischen Riesen, einen lichtscheuen Alten mit roten Augen und einen kleinen grauen Vogel. Trotzdem gab es nicht nur von den ortsansässigen Steinmarkern immer wieder Versuche, den angeblichen Schatz zuheben. So ist urkundlich nachgewiesen, dass im Jahr 1808 einige Männer aus dem 30 Kilometer entfernten Laufach dies erfolglos probiert haben. Die Teilnehmer dieser Schatzgräberwallfahrt kommen sogar wegen Aberglaubens vor Gericht. Dabei bezeichnet der zuständige Beamte das Schächerloch als „die Wallfahrt aller Schatzgräber“.

Als der Galgen fertig war: „Wen wollen wir zuerst hängen?“

Eine von vielen Sagen über das Schächerloch

 

Einst wollten die Steinmarker den Schatz im Schächerloch heben. So gingen sie in einer Vollmondnacht – der Dorfschulze voran – mit Hacke und Spaten hinaus in den Gemeindewald. Als sie an der Stelle waren, wo die Gold- und Silbermünzen verborgen sein sollten, sagte der Schulze: „Wir stellen vor das Loch eine Wache, damit uns niemand bei der Arbeit stört.“ Also blieben drei Ortsbürger außen stehen, jeder hielt einen Prügel in der Hand, so groß wie ein Schälscheit. Der Schulze stieg mit noch ein paar Männern ins Schächerloch hinunter und sie gruben drauf los. Die drei Wächter aber sahen plötzlich mehrere dunkle Gestalten, die Baumstämme heran trugen und begannen, die Bäume zu behauen. Sie hämmerten, schlugen und schlitzten wie gelernte Zimmerleute. Hernach richteten sie aus den Stämmen einen Galgen auf. Die drei Wachestehenden sahen alles mit an, redeten aber nichts, weil man ja beim Schatzsuchen keine Silbe sprechen darf. Und die unheimlichen Fremden schwiegen ebenfalls. Als jedoch der Galgen fertig stand, sagte einer von ihnen: He, wen wollen wir zuerst hängen, den mit dem roten Wams?“ Als die drei das hörten, warfen sie ihre Prügel fort und rannten spornstreichs ins Dorf zurück. Von dem Schulzen aber und den übrigen, die mit ihm ins Loch hinunter gestiegen sind, hat niemand jemals mehr etwas gehört oder gesehen.

Einleitung: Fast 500 Jahre ist die ritteradelige Familie von Espelbach aus dem Dorf Esselbach (Landkreis Main-Spessart) in den historischen Quellen nachweisbar. Auf ihre Spuren begab sich Gertrud Nöth (Esselbach) und zeichnete den Werdegang der Familie von 1182 bis 1644 nach. Die Espelbach’schen Fußabdrücke finden sich nicht nur in der näheren Umgebung von Esselbach, sondern reichen vom sizilianischen Palermo bis zum friesischen Harlingen. Nach jetzigem Kenntnis- und Forschungsstand sind die Espelbach die einzigen Niederadeligen im Altlandkreis Marktheidenfeld, die sich über einen Zeitraum von über 460 Jahren nach ihrem Herkunftsort nennen. Die Gemeinde Esselbach hat die Forschungsarbeit jetzt als ersten Band zur Geschichte des Dorfes im Südost-Spessart herausgegeben.

 

Von Gertrud Nöth, Esselbach

 

„waß ich vor ain khlains küniglin were“, das „am end der welt wone“ – diese Zeilen stammen aus der Feder des kaiserlichen und königlichen Kriegskommissars, Ritters und „Eques Auratus“ Georg von Espelbach in einem Brief an seinen Nürnberger Freund Hans Rieter von Kornburg. Verfasst wurde dieser Brief im Jahr 1561 im friesischen Harlingen. Zu diesem Zeitpunkt ist Georg 49 Jahre alt, Drost (in etwa Kommandant, Bürgermeister, Richter) auf der Festung im friesischen Harlingen und Grietman (in etwa Landrat) der Region Barradeel, frisch verheiratet mit der gut 30 Jahre jüngeren Katharina van Dekema, älteste Tochter des friesischen Ritters, Ratsherrn, Obersten Richters und Mitglieds des Ordens vom Goldenen Vlies sowie Doktor beider Rechte, Sixtus van Dekema aus Leeuwarden. Doch wie kommt ein Ritter mit Namen von Espelbach nach Harlingen und in diese Position? Der Reihe nach.

 

Die Entwicklung der Herren von Espelbach mag exemplarisch für weitere ritteradelige Familien stehen, die im 12./13. Jahrhundert erstmalig in Urkunden sichtbar werden, eine Blütezeit erleben und dann im Mannesstamm erlöschen. Häufig mangelt es an Quellen, um ihre teils kurzen, teils langen Wege nachzuzeichnen. Bei den Espelbach fehlt ein Familienarchiv. Doch sind sie nach jetzigem Kenntnis- und Forschungsstand die einzige Niederadelsfamilie im Altlandkreis Marktheidenfeld, die sich über einen Zeitraum von nachweislich über 460 Jahren nach ihrem Herkunftsort, Esselbach, nennt.

 

Zunächst wenig spektakulärer Start

 

1182 testiert Heinrich von Espelbach mit anderen geistlichen und weltlichen Zeugen ein Rechtsgeschäft des Würzburger Bischofs. Dies bedeutet, dass der Ort Esselbach zu dieser Zeit bereits existierte. Gleichzeitig ist Esselbach Grenzgebiet zwischen den sich ausbreitenden Machtblöcken Würzburg und Mainz, auch wenn das Reichskloster Fulda um 1150 noch Anspruch auf das im Jahr 839 ertauschte Gebiet erhebt. Durch den Ort führt die Altstraße „Via Publica“. In unmittelbarer Nähe, bei Bischbrunn, kreuzt die „Via Publica“ die Nord-Süd-Verbindung „Heristrata“. Esselbachs Bedeutung liegt in seiner strategischen Lage, so dass das Hochstift Würzburg es für zwingend erforderlich hält, hier einen eigenen Ministerialen zu platzieren. Dieser Stand rekrutiert sich aus den einstmals unfreien Dienstmannen, aus deren Reihen sich sukzessive im 12. und 13. Jahrhundert der freie Niederadel formiert. Sie werden dann beispielsweise als „miles“ oder „Ritter“ bezeichnet – wie auch die Espelbach. Um ihre Kriegs-, Hof- und Verwaltungsdienste auszuüben, erhalten sie Dienstlehen. Das Dienstlehen der Espelbach befand sich in Esselbach im „Hofgut“, das mit seinen mehr als 35 Hektar groß genug war, sowohl die Familie als auch die Bediensteten zu ernähren. Hier dürfte die Keimzelle von Esselbach anzusetzen sein und hier dürfte sich auch der Sitz der Familie Espelbach befunden haben. Ob es eine Kleinburganlage war oder ein befestigter Sitz bestehend aus Wohnhaus bzw. Wohnturm und Wirtschaftsgebäuden, ist heute anhand der Quellenlage letztlich nicht zu bestimmen. Letzte Reste einer mittelalterlichen Anlage sind heute noch am neuen Dorfgemeinschaftshaus sowie an der Kirche Richtung der Freizeitanlage „Weed“ zu sehen. Mit Aufstieg in den Niederadel werden an die Espelbach auch vererbbare sogenannte Mannlehen vergeben

Im 13. und 14. Jahrhundert vermehren die Espelbach sowohl ihr Eigentum (Allodialbesitz) als auch ihren Lehenbesitz. So verfügen sie über Allodialbesitz beispielsweise in Marktheidenfeld, Karbach oder Aschfeld. Die Familie verzweigt sich, zu Beginn des 14. Jahrhunderts gibt es mindestens zwei Familienzweige, hervorgegangen aus der beiden Brüdern Heinrich und Konrad von Espelbach. Ihr größter Lehengeber stellt das Hochstift Würzburg dar, doch treten sie auch in Vasallenverhältnisse zu den Grafen von Henneberg, den Grafen von Wertheim und den Herren von Hohenberg (Homburg ob der Wern) ein. Burggüter in Laudenbach, auf der Karlsburg und auf der Homburg ob der Wern gehören zu den Espelbach’schen Lehen. Ihr Lehenbesitz mit Einkünften und Rechten, bestehend unter anderem aus Zehnten, Getreideabgaben oder Einkünften von Äckern, Wiesen und Weinbergen, reicht bis Wittershausen (Oberthulba, Nr. 27 auf der Karte), Schweinshaupten (Bundorf, Nr. 38 auf der Karte), Wülflingen (Haßfurt, Nr. 40 auf der Karte) und Ochsenfurt (Nr. 42 auf der Karte). Weitere Lehen befinden sich auf der Marktheidenfelder Platte und um Karlstadt. Insgesamt sind 50 Ortschaften dokumentiert, in denen die Familie von Espelbach Lehenbesitz hat. Über Eigentum verfügen die Espelbach etwa in Marktheidenfeld (Nr. 5), Karbach (Nr. 11) oder Aschfeld (Nr. 10).

Auf dieser Karte sind die Orte eingetragen, in denen die Ritter von Espelbach bis ca. 1385/1400 über Eigentum oder Lehen verfügten. (Quelle: Archäologisches Spessartprojekt, Dr. Jürgen Jung)

Auf dieser Karte sind die Orte eingetragen, in denen die Ritter von Espelbach bis ca. 1385/1400 über Eigentum oder Lehen verfügten. (Quelle: Archäologisches Spessartprojekt, Dr. Jürgen Jung)

Nummer auf der KarteOrtA = Eigentum oder Lehenbesitz, der nicht eindeutig einem Lehenherrn zuzuordnen istB = Lehen vom Hochstift WürzburgC = Lehen von den Grafen von HennebergD = Lehen von den Herren Hohenberg (Wern)E = Lehen von den Grafen von Wertheim
1Hundsfeld (LK Bad Kissingen)A1    
2GössenheimA2  D5 
3Halsheim (Gem. Arnstein)A3    
4Marbach (Gem. Arnstein)A4    
5MarktheidenfeldA5   E6
6Stetten (Karlstadt)A6B6   
7Wiesenfeld (Karlstadt)A7  D1 
8Laudenbach (Karlstadt)A8   E1
9Billingshausen (Gem. Birkenfeld)A9   E2
10Aschfeld (Gem. Eußenheim)A10 C2D3 
11KarbachA11   E3
12Löllbach (Wüstung bei Karbach)A12    
13Esselbach B1   
14Michelrieth (Marktheidenfeld) B2   
15Oberwittbach (Markheidenfeld) B3   
16Karlstadt mit Vldekel (?), KalbensteinB4   
17Karlburg (Karlstadt) B5   
18Mühlbach (Karlstadt) B7   
19Thüngen B8   
20Gräfendorf B9   
21Hurzfurt (bei Gräfendorf) B10   
22Schönarts (Gem. Eußenheim) B11   
23Sommerhof (Lohr-Halsbach)A13B12 D4 
24Massenbuch (Gemünden) B13   
25Bocksberg * B14   
26Euerdorf B15   
27Wittershausen (Gem. Oberthulba) B16   
28Elfershausen B17   
29Niederwern B18   
30Oberwern B19   
31Schonungen (inkl. Ortsteile Forst,
Abersfeld, Waldsachen, Löffelsterz
Reichmannshausen, Marktsteinach)
 B20-26   
32Euerheim (Gem. Grettstadt) B27   
33Gochsheim B28   
34Holzhausen (Gem. Dittelbrunn) B29   
35Schweinfurt B30   
36Euerbach B31   
37Rheinfeld (unklar ob Berg-, Grafen- oder
Kleinrheinfeld)
 B32   
38Schweinshaupten (Gem. Bundorf) B33   
39Untertheres B34   
40Wülflingen (Haßfurt) B35   
41Gädheim B36   
42Ochsenfurt B37   
43Frickenhausen B38   
44Winterhausen B39   
45Seligenstadt (Gem. Prosselsheim) B40   
46Ramsthal (Gem. Euerdorf)  C1  
47Kaisten (Gem. Wasserlosen)  C3  
48Wernfeld (Gemünden)A14  D2 
49Birkenfeld    E4
50Urspringen    E5

Die Ruine Karlsburg heute – hier hatten die Ritter von Espelbach zwei Burglehen des Würzburger Bischofs inne (Foto: Gertrud Nöth)

Veränderungen erzwingen Umorientierung

 

Politische und gesellschaftliche Veränderungen um 1400 veranlassen viele Niederadelsfamilien zum Umdenken: Grundherren sind bestrebt, ihre Territorien abzurunden, kleinere Herrschaften darin aufzulösen bzw. sie sich einzuverleiben. Hinzu kommen die zahlreichen aufstrebenden Städte mit Handel und Gewerbe sowie Veränderungen im militärischen Bereich, die Söldnerheere entstehen. Für die Ritter, deren Kerngeschäft das Kriegshandwerk war, bleiben vornehmlich militärische Führungspositionen. So verkaufen Konrad von Espelbach und sein gleichnamiger Sohn 1385 „alle myne armen lute, sie sin eygen oder nicht, wo die gesessen sin in den amten gerichten vnd centen … zu Rotenfels, zu Hohenburg [hier Homburg am Main, Anm. d. V.] zu Karelstat“. Einige überlieferte Urkunden berichten von Lehenverkäufen der Espelbach innerhalb des Würzburger Lehenhofs. Burkard, Götz und Hans von Espelbach verkaufen bzw. verzichten auf ihre Karlsburger Burggüter. Die Lehenverhältnisse zum Hochstift Würzburg, zu den Grafen von Henneberg und den Herren von Hohenberg, bzw. deren Nachfolger von Bickenbach, enden. Bis mindestens 1454 dauert das Lehenverhältnis mit den Grafen von Wertheim an. „Die gut zu Espelbach“, das dürfte das „Hofgut“ sein, wird 1373 an Hans von Grumbach als Mannlehen vergeben. Die Einträge zur Familie von Espelbach hören auch in den Würzburger Protokollen des kaiserlichen Landgerichts Ende des 14. Jahrhunderts vollständig auf. Ab jetzt dürfte die Verbindung der Ritter von Espelbach zu ihrem Herkunftsort nur noch in ihrem Namen bestanden haben.

 

Neue Chancen im und durch den Deutschen Orden

 

Die oft verklärten Raubritter finden sich bei den Espelbach bisher nicht. Auch wählen sie nicht den Weg in die dem Kaiser unterstellte Reichsritterschaft. Vielmehr nutzen sie die Gunst der Stunde für einen Berufs-, Orts- und Arbeitgeberwechsel: Sie suchen und finden eine Bindung zum Deutschen Orden. Eine Bilderbuchkarriere legte dabei Peter von Espelbach hin. Sein Weg innerhalb des Ritterordens kennt nur eine Richtung: nach oben. Als Komtur der Kammerkommende Weißenburg (Elsaß) taucht er erstmals 1413 auf. Nach der Führung der Kommende Marburg, die unter anderem auch die Wallfahrtsstätte der heiligen Elisabeth von Thüringen betreute, fungiert er zunächst als Komtur auf der Burg Horneck (LK Heilbronn, im Bauernkrieg zerstört), die direkt dem Deutschmeister unterstellt war. Sein nächster Karriereschritt führt ihn nach Frankfurt-Sachsenhausen. Die Führung dieser Kommende galt nach dem Amt des Hochmeisters und Deutschmeisters als die höchste Position innerhalb des Deutschen Ordens im Deutschen Reich. Ein besonderes Verhältnis pflegte Peter von Espelbach offenkundig mit dem damaligen Deutschmeister Eberhard von Seinsheim, Spross der unterfränkischen Seinsheim-Familie. Er beförderte Peter von Espelbach zum Generalvisitator des Deutschen Ordens für die italienischen Balleien Apulien und Sizilien. Das letzte Lebenszeichen des Peter von Espelbach datiert vom November 1430 aus Palermo. Vermutlich 1431 starb er am 14. Juli auf dieser Visitationsreise durch die beiden süditalienischen Provinzen. Leider ist sein Begräbnisort bisher unbekannt.

 

Der Deutsche Orden stellt auch die Eintrittskarte für die Familie von Espelbach in die freie und Reichsstadt Dinkelsbühl dar. Die Abwanderung von Niederadelsfamilien in Städte gehört mit zu den Zeichen der Zeit um 1400. Andere Familien vereinen sich, wie erwähnt, in der Reichsritterschaft, die dem Kaiser unterstellt ist. Besonders Großfamilien im Würzburger Lehenhof versuchen, Niederadelige in ihrem Herrschaftsbereich landsässig zu machen, sie damit der eigenen Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. So manche Familie zog dies einer Verbürgerung in der Stadt vor. Dies hätte für die Familie Espelbach bedeutet, dass ihr freier Zugang beispielsweise zum kaiserlichen Landgericht in Würzburg verlorengegangen wäre.

 

1422 ist in Dinkelsbühl erstmals ein Hans von Espelbach als Amtmann des Deutschen Ordens dokumentiert. Bei ihm handelt es sich vermutlich um einen Bruder des oben genannten Komturs Peter (I) von Espelbach. Der Wechsel dürfte demnach kein Zufall gewesen sein. Deutscher Orden und die Stadt Dinkelsbühl hatten jeweils für „fünf Jahre einen Schirmvertrag über das Bürgerrecht des Bruders oder auch eines Laien“ geschlossen. Damit genoss der Vertreter des Ordens die Privilegien des Bürgerrechts, war jedoch dem Rat der Stadt zum Gehorsam verpflichtet. Über mehrere Generationen sind die Espelbach fester Bestandteil im städtischen sozialen und gesellschaftlichen Gefüge: als Mitglieder des Rats, Vögte und Pfleger des Deutschen Hauses oder Vorsteher der Viertelmannschaften für Kriegs- und Wachdienste. Sie verheiraten sich standesgemäß in arrivierte Dinkelsbühler Bürgersfamilien, auch in Nürnberger Patrizierfamilien, wie etwa die Familie Gugel. Dorothea von Espelbach geht 1494 mit Christoph Gugel sen. die Ehe ein und hat neun Kinder mit ihm. Christoph Gugel gehörte zum Rechtsberaterkreis der Kaiser Maximilian I. und Karl V.

Die im Bauernkrieg zerstörte Reichelsburg heute – hier arbeitete Peter (II) von Espelbach im 15. Jahrhundert in Diensten des Reichserbkämmerers Konrad von Weinsberg. (Foto: Gertrud Nöth)

Die im Bauernkrieg zerstörte Reichelsburg heute – hier arbeitete Peter (II) von Espelbach im 15. Jahrhundert in Diensten des Reichserbkämmerers Konrad von Weinsberg. (Foto: Gertrud Nöth)

Steinerne erhaltene Zeugnisse ihrer festen Verortung und ihres Standesbewusstseins sind heute noch in der Sankt-Georg-Kirche in Dinkelsbühl zu erkennen: Margarethe von Espelbach und ihr Ehemann Konrad Kurr stiften 1480 das Sakramentshaus, das heute als eines der schönsten in Franken gilt. Konrad Kurr, seines Zeichens Bürgermeister und Mitglied des Rats, übt den Beruf des Tuch- und Lodenmachers aus – zu dieser Zeit eines der wohlhabendsten Gewerbe in Dinkelsbühl. Das Wappen der Familie Kurr ziert neben anderen heute noch das Rathaus der Stadt. An der Südseite des Langhauses der Sankt-Georg-Kirche ist heute auch noch die Inschriftentafel angebracht, die an Jakob von Espelbach und seine wohl erste Frau Barbara Helchner erinnert. Vermutlich im Jahr 1587 stirbt mit Kunigunde von Espelbach die letzte Vertreterin der Espelbach-Familie in Dinkelsbühl.

Höhepunkt der Familiengeschichte

 

1512 wird in Dinkelsbühl der eingangs zitierte Georg von Espelbach geboren. Über seine Jugend ist bisher nichts bekannt. 1543 tritt er in die Dienste des neu gewählten Deutschmeisters Wolfgang Schutzbar, genannt Milchling. Mindestens ab 1546 bis 1555 ist Georg als Kriegskommissar des Kaisers Karl V. nachweisbar, demnach muss er eine entsprechende Ausbildung genossen haben. Er nimmt an Kriegszügen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Ungarn teil, hebt Truppen aus und ist für deren Bezahlung (Stichwort Kriegskasse) verantwortlich. Kurz vor seiner Resignation bestätigt Kaiser Karl V. in Brüssel im Oktober 1555 Georg von Espelbach „sein uhralt erblich wappen und clainot, so seine voreltern und er von vilen undencklichen jahren hero gefuert“ und verleiht der Familie weitere Rechte, Freiheiten und Privilegien, wie beispielsweise die Freiheit vor fremden Gerichten, Schlösser zu bauen und sich danach zu benennen, Mühlen, Badstuben oder Schenken zu errichten, die Lehengerechtigkeit oder die Freizügigkeit. Mit dieser Bestätigung ist gleichzeitig eine Wappenbesserung und Standeserhöhung verbunden. Kaiser Karl V. stellt Georg von Espelbach unter seinen Schutz und Schirm. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Georg den kaiserlichen Adler und das kaiserliche Wappen mit abdrucken darf, wenn er an seinen Besitzungen Veröffentlichungen anschlägt. Gleichzeitig wird Georg von Espelbach zum „Eques Auratus“ ernannt. Bei den Rittern vom güldenen Sporn handelt es sich um einen geschlossenen Personenkreis, der sich als Funktionselite überwiegend aus dem ritterbürtigen Niederadel rekrutierte. Bei den bisherigen Forschungen sind rund 170 Vertreter der „Equites Aurati“ bekannt geworden, darunter besonders zahlreiche Niederadelige aus Franken. Als Beispiele seien hier Ulrich von Hutten oder Sebastian von Rothenhan genannt.

 

Während sich die Spuren anderer Familienzweige verlieren, überträgt König Philipp II. von Spanien (Sohn Karls V.) Georg von Espelbach unter anderem das Amt des Drost (Drossard) in der Stadt und Festung Harlingen in Friesland. Die aufständischen Zeiten in den spanischen Niederlanden erfordern loyales katholisches Personal an strategisch wichtigen Punkten, wie eben in Harlingen an der Einfahrt zur damaligen Zuidersee (heute IJsselmeer). Ein besonders enges Verhältnis pflegt Georg von Espelbach mit Viglius van Aytta van Zuychem. Die beiden kannten sich vermutlich seit dem Schmalkaldischen Krieg 1546. Viglius avancierte zum engsten Rechtsberater Kaiser Karls V., stand dem Staatsrat in Brüssel vor und gehörte zum Ordern der Ritter vom Goldenen Vlies. Er bahnte nicht nur Georgs Ehe mit Katharina van Dekema an, sondern er zahlte die Hochzeit und stiftete als Brautgeschenk den Trauring seiner verstorbenen Ehefrau.

 

Auch in Friesland funktionierte das Netzwerk Niederadel, Georg unterhielt freundschaftliche Kontakte beispielsweise mit Hans Rieter von Kornburg in Nürnberg, den er vermutlich seit dem Donaufeldzug Kaiser Karls V. 1546 gegen den Schmalkaldischen Bund kannte. Johann Onuphrius von Schwarzenberg, kaiserlicher Obrist in Italien unter Karl V., und ältester Sohn von Wolfgang von Schwarzenberg, der als Begründer der westfriesischen Linie der fränkischen Schwarzenberg aus dem Steigerwald gilt, wurde von Georg von Espelbach zu seiner Verlobungsfeier mit Katharina van Dekema eingeladen. Obwohl Georg sich in seinen Korrespondenzen hin und wieder beklagt, am Ende der Welt zu wohnen – es ist ungewiss, ob er jemals wieder nach Dinkelsbühl reiste oder ob und wann er bei seinen Kriegszügen und Reisen durch Esselbach kam – fühlt sich Georg offensichtlich wie ein kleiner König, ob der Befugnisse, die er hat, und auch ob der Annehmlichkeiten, die mit seiner Position verbunden sind. Am 29. März 1575 stirbt Georg von Espelbach und wird im Sankt-Michael-Dom in Harlingen-Almenum beigesetzt. Er hinterlässt Frau und vier Kinder, die ab ca. 1580 nach Köln ins Exil gehen, nachdem in Friesland der Calvinismus zur offiziellen Religion bestimmt worden war. Im Februar 1644 sterben innerhalb von neun Tagen in Köln die Geschwister Georg (II) und Emerentiana von Espelbach, beides Kinder von Georg (I) von Espelbach. Diese beiden waren die letzten bisher bekannten Träger des Namens Espelbach, des ursprünglich aus dem Südost-Spessart stammenden Rittergeschlechts. Damit endet eine nahezu 500-jährige Geschichte.

 

Alle Zitate und Informationen entnommen aus: Gertrud NÖTH, Die Ritter von Espelbach. Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Esselbach. Band I. Herausgegeben von der Gemeinde Esselbach 2021 (295 Seiten, mit umfangreichem Anmerkungsapparat und Literaturangaben sowie zahlreichen Abbildungen)

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